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Meldung

Vergnügen an virtueller Gewalt differenziert betrachten

Der Studienpreisträger Christoph Bareither plädierte in der Süddeutschen Zeitung für einen differenzierten Blick auf das Vergnügen an gewalttätigen Computerspielen. Eine gesellschaftliche Debatte jenseits des »Killerspiel«-Vorwurfs sei notwendig.

Pauschale Urteile ließen einen gesellschaftlichen Graben entstehen zwischen denen, die »Killerspiele« spielen, und ihren Eltern, Freunden, den Pädagogen, Politikern und Journalisten, die das als Außenstehende kritisch oder besorgt beobachten. Bareither zeigt in seiner Forschungsarbeit die durchaus nicht einfältigen, sondern komplexen emotionalen Dimensionen des Gamings. Für seine Dissertation habe er Hunderte Stunden mit Computerspielern gemeinsam gespielt, mit ihnen Interviews geführt und untersucht, wie die Stars der Computerspielszene in Youtube-Videos mit Gewalt umgehen. Dabei zeigten sich sehr unterschiedliche Facetten des Vergnügens an virtueller Gewalt. Christoph Bareither erhält für seine Forschungen zum Thema »Gewalt im Computerspiel: ein Vergnügen als gesellschaftlicher Konfliktfall« einen Zweiten Preis in der Ausschreibung um den Deutschen Studienpreis 2016 der Körber-Stiftung.

Zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung


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