X

Hintergrundgespräch zum Thema »Neuer Antisemitismus« in Europa

»Neuer Antisemitismus in Europa? Über die Beharrungskraft eines historischen Vorurteils« lautete das Thema eines Hintergrundgesprächs zu dem die Körber-Stiftung am 23. April in ihr Berliner Büro eingeladen hatte. Im gemeinsamen Austausch mit dem Direktor des POLIN Museums für die Geschichte der polnischen Juden, Dariusz Stola, und dem Antisemitismusforscher David Ranan erörterten die Teilnehmer, wie Vorurteile gegenüber Juden bis heute in Polen und Deutschland andauern und welche Bedeutung diese in aktuellen gesellschaftlichen und politischen Debatten haben.

Im Mittelpunkt standen dabei die internationalen und nationalen Reaktionen auf das im Februar 2018 durch das polnische Parlament verabschiedete »Holocaust-Gesetz« und die Diskussionen rund um den fünfzigsten Jahrestag der antizionistischen Hetzkampagne der kommunistischen Regierung Polens im März 1968.

Den Blick auf Deutschland lenkte David Ranan, Autor des Buches »Muslimischer Antisemitismus«, mit einer kritischen Bestandsaufnahme zu den Ausprägungen antijüdischer Vorurteile unter Muslimen und wie der Vorwurf des muslimischen Antisemitismus zugleich zur Stigmatisierung weiter Bevölkerungsgruppen genutzt wird.

An der anschließenden, lebhaften Debatte beteiligten sich unter anderem der Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Andrzej Przylebski, die Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks und Michaela Fuhrmann vom Zentralrat der Juden in Deutschland.

Fotos: Marc Darchinger

Kontakt

Zu Fragen Internationaler Verständigung arbeiten »Geschichte und Politik« und »Internationale Politik« bereichsübergreifend zusammen.

Kontakt zum Bereich Geschichte und Politik
Kontakt zum Bereich Internationale Politik

Im Fokus

to top