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Meldung

Junge Europäer gestalten den History Campus der Körber-Stiftung

Sieben Mitglieder des Editors Program entwickelten jetzt für das englischsprachige Internetportal – den History Campus der Körber-Stiftung – zusammen mit Teamern, Journalisten und Mitarbeitern der Körber-Stiftung neue Formate und eine Themenagenda für dieses Jahr.

»Als Kind habe ich in Serbien im Bunker gesessen. Bei meinem Engagement gegen Hass und Gewalt kann und will ich nicht zu Waffen greifen, ich setze dafür meine Worte ein.« So begründet Milan, ein 26jähriger Serbe, sein Interesse für Geschichte. Als Jugendlicher nahm er in seiner Heimat erfolgreich an einem nationalen Geschichtswettbewerb teil. Anschließend besuchte er mehrere internationale History Camps des Geschichtsnetzwerks EUSTORY und tauschte sich mit Preisträgern aus anderen Ländern über persönliche Zugänge zur Geschichte aus.

Inzwischen promoviert Milan in Belgrad und Paris Byzantinistik, ist rumgekommen in Europa und engagiert sich seit dem letzten Jahr aktiv beim History Campus. Dieses englischsprachige Internetportal hat die Körber-Stiftung 2014 zur Stärkung ihrer internationalen Verständigungsarbeit gestartet. Es bietet einen öffentlichen Blog sowie einen internen Bereich für intensive grenzüberschreitende Debatten über die Relevanz von Geschichte. Beim Betrieb des Blogs setzt die Körber-Stiftung auf die Kompetenzen ihrer jungen Netzwerke und bietet europäischen Studierenden mit dem Editors Program ein Beteiligungs- und journalistisches Qualifizierungsangebot.

Milan gehört zu einem der Pioniere des Editors Program. Seit über einem Jahr bloggt er regelmäßig zu Themen von Geschichte und Identität, motiviert beispielsweise von der Tatsache, im Alter von 20 Jahren in vier verschiedenen Ländern gelebt zu haben, ohne dabei seine Heimatstadt verlassen zu haben. Daneben betreut er neue Autoren des Blogs, die überwiegend aus den Netzwerken der Körber-Stiftung und EUSTORYs stammen, und macht Vorschläge für die Weiterentwicklung der Blogformate.

Bei einem Workshop in Hamburg entwickelten die aktuell sieben Mitglieder im Editors Program zusammen mit Teamern, Journalisten und Mitarbeitern der Körber-Stiftung neue Formate und eine Themenagenda für den History Campus in diesem Jahr. Die jungen Editors bringen eigene Kompetenzen durch ein Studium, Praktikums- oder Arbeitserfahrung bei Medien oder technische Fähigkeiten z.B. im Video-Journalismus mit, von denen der Blog sehr profitiert. Im Rahmen des Workshops 2016 entwickelte die Gruppe so neue Formate für visuelles Storytelling, um die Möglichkeiten des Mediums Internet stärker auszunutzen.

»Für uns sind der History Campus und das Editors Program wichtige Bausteine in der nachhaltigen Bildungsarbeit im Feld der internationalen Verständigung«, sagt Katja Fausser, die das Projekt koordiniert. »Auf dem Portal bieten wir unseren Alumni aus mehr als 30 Ländern die Möglichkeit, ihre Positionen zur Diskussion zu stellen, fremde Perspektiven kennen zu lernen und Denkweisen, auch die eigenen, zu hinterfragen.«

In den nächsten anderthalb Jahren wird das Thema Russland in Europa einen thematischen Fokus auf dem History Campus ausmachen und aus junger Perspektive vielfältige Einblicke in das Verhältnis geben. Die Editors des History Campus Blog freuen sich über neue junge Autoren, die interessante Zugängen zur Geschichte z.B. aus eigenem Engagement oder der persönlichen Familiengeschichte heraus haben. Themenideen oder Fragen können gerne an info@historycampus.org geschickt werden. Plätze im Editors Program werden am Ende des Jahres neu ausgeschrieben.

Mehr Informationen zu den Editors (in englischer Sprache)
Zum History Campus Blog


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