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Russland meschugge

Der Autor Filipp Piatov wurde als Kind jüdischer Eltern 1991 in Leningrad geboren und kam als Kleinkind nach Deutschland. In seinem Erstlingswerk »Russland meschugge« wird eine Reise zum Baikalsee zur Suche nach eigener Identität.

»In meinem Pass steht noch Leningrad als Geburtsort. Ich wuchs zwar in Deutschland auf, aber Russland und die Sowjetunion – die Heimat meiner Eltern – waren immer präsent, milde ausgedrückt«. So beginnt Filipp Piatov sein Erstlingswerk »Russland meschugge«.

In dem Buch schildert er skurrile, heitere, anrührende und beängstigende Momente einer Reise an den Baikalsee, skizziert Begegnungen mit Menschen unterschiedlichster Couleur und setzt sich mit der Frage auseinander, was dieses Russland, das er unterwegs kennen lernt, mit dem Land zu tun hat, das ihm seine Eltern so oft beschrieben haben. Schritt für Schritt nähert sich Filipp Piatov auf seiner Reise somit nicht nur einem neuen, ihm unbekannten Russland, sondern klärt auch seine eigenen Fragen nach Herkunft und Identität. Die Lesung und das Gespräch mit Moderatorin Gabriele Woidelko am 14. September kreisten um Russland als ambivalente Heimat, die Bedeutung von (Familien-) Geschichte für das Selbstverständnis und den Blick eines Vertreters der »jungen Generation« auf die aktuellen politischen Entwicklungen in Russland.

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Video Filipp Piatov: Wo ist Berlin am russischsten?


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