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Russland und die USA: Eine Ära der Unsicherheit beginnt

Nach den US-Luftschlägen in Syrien rückt die erhoffte amerikanisch-russische Annäherung in weite Ferne. Für Moskau ist Präsident Trump so unberechenbar wie der russische Präsident Putin für den Westen. Für Deutschland und die EU bedeutet dies eine neue Ära der Unsicherheit – schreibt Programmleiterin Liana Fix in ihrer Kolumne für den Tagesspiegel.

Mit den amerikanischen Luftschlägen gegen einen Luftwaffenstützpunkt des Assad-Regimes in Syrien habe Washington Moskau überrascht und auf dem falschen Fuß erwischt, erklärt  Liana Fix, Programmleiterin der Körber-Stiftung. Sie seien zu einem Zeitpunkt gekommen, als Russland vermeintlich die Oberhand in Syrien hatte und sogar der US-amerikanische Außenminister Tillerson davon abgerückt war, dass Syriens politische Zukunft nur ohne Assad vorstellbar sei.

Und die Expertin für Russland und Osteuropa im Bereich Internationale Politik betont: Auch wenn es noch unklar sei, ob die Luftschläge für den Verlauf des Krieges in Syrien tatsächlich taktisch-militärischen Wert hätten, oder nur symbolische der momentanen Empörung des US-Präsidenten über die Giftgasangriffe Ausdruck verleihen sollten – einen Effekt hätten sie in jedem Fall. Die Luftschläge hätten den russischen Machtanspruch in Syrien in Frage gestellt und unterminiert.

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