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Meldung

Stärkung der Zivilgesellschaft in Osteuropa

Mit einem Workshop in Hamburg startete ein Kooperationsprojekt von DVV International und Körber-Stiftung. Es initiiert und fördert Geschichtswettbewerbe in Georgien, Moldawien, der Ukraine und Weißrussland. Ziel ist die Stärkung der Zivilgesellschaft in den osteuropäischen Ländern und die Förderung eines offenen Umgangs mit Geschichte.

DVV International ist das Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, das sich in über 30 Ländern weltweit für die Stärkung von Strukturen der Jugend- und Erwachsenenbildung einsetzt. Die Körber-Stiftung bringt Erfahrungen ihres EUSTORY-Netzwerks ein, das den kritischen Umgang von Schülern mit der eigenen Geschichte in mehr als 20 Ländern fördert und regelmäßig Plattformen für den grenzüberschreitenden Dialog über Geschichte bietet. Im Rahmen der gemeinsamen Kooperation sollen zwischen Mai 2017 bis Dezember 2018 Geschichtswettbewerbsrunden für Schüler und junge Studierende in allen vier Partnerländern organisiert und durchgeführt werden. Gefördert wird das Projekt durch Mittel des Auswärtigen Amts.

Keimzellen der vier Wettbewerbe sind vor Ort ansässige Nichtregierungsorganisationen, die bereits langfristig im Feld der historisch-politischen Bildung ihrer Länder aktiv sind. In der Ukraine ist Nova Doba Partner des Projekts; diese Vereinigung von Geschichts- und Sozialkundelehrern hat als Partner von EUSTORY bereits seit 20 Jahren Erfahrungen mit der Durchführung von Schülerprojekten in der Ukraine. In Georgien arbeiten Körber-Stiftung und DVV International eng mit dem georgischen Geschichtslehrerverband GAHE sowie mit SovLab, einem wichtigen Träger von Geschichtsaufarbeitung in Georgien, zusammen. In Moldawien wird das Vorhaben maßgeblich durch den Verband für Nachwuchshistoriker ANTIM unterstützt. Aus Weißrussland reisten Vertreter von Historica und dem Oral History Archive nach Hamburg, die das Projekt in ihrem Land vorantreiben.

Die NGOs werden bei der Planung und Durchführung aller Aktivitäten durch die jeweiligen Länderbüros von DVV International unterstützt. Die Körber-Stiftung bringt ihre langjährige Erfahrung mit dem Format von Geschichtswettbewerben ein, die sie als Ausrichter des deutschen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten sowie als Initiator des EUSTORY-Netzwerks bündelt.

Zum Projektstart organisierte die Körber-Stiftung für Vertreter aller beteiligten Organisationen in Hamburg einen gemeinsamen Workshop. Dabei sondierten die Teilnehmer die Rahmenbedingungen für Geschichtswettbewerbe in den jeweiligen Ländern und setzten sich mit Erfahrungen aus dem EUSTORY-Netzwerk auseinander. Zudem nutzen sie die Expertise der anwesenden Experten, um die Konzeption der einzelnen Wettbewerbe sowie weiterer Aktivitäten des Projekts wie Lehrerfortbildungen oder die Vernetzung lokaler Multiplikatoren aus der Zivilgesellschaft zu diskutieren. Die Wettbewerbe sollen voraussichtlich Ende 2017 starten.

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