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Meldung

Was ist die "russische Seele"?

In einem Interview mit der Körber-Stiftung spricht die in Jekaterinburg geborene Schriftstellerin Alina Bronsky über die »russische Seele«, kritisiert Pauschal-Urteile über Russen und erzählt, woran man eine russische Mutter auf dem Spielplatz erkennt.

Ob die Russen ein trauriges Volk seien, wollte die Körber-Stiftung zunächst von der Schriftstellerin wissen. »Das wohl kaum«, meint Alina Bronsky. »Wie kann man ein Land auf eine Emotion reduzieren? Schon 'die Russen' ist schwierig, wenn man über eine Vielzahl von Individuen spricht. Ja, sie stehen im Verdacht, melancholisch zu sein. Das findet sich auch in russischer Kunst und Literatur wieder. Aber sie kennen genau wie alle anderen Menschen die gesamte Gefühlspalette.«

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In der Reihe »Gebundenes Leben« war Alina Bronsky am 24. Mai 2016 zu Gast im KörberForum. Sie sprach über ihr Buch »Baba Dunjas letzte Liebe«, das von einer alten Frau erzählt, die viele Jahre nach dem Reaktorunglück in ihre Heimat Tschernobyl zurückkehrt, um dort selbstbestimmt zu leben.

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