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Lebendige Bürgergesellschaft

Meldung

»Arbeit, Rente, unversorgt?« – die KörberKonferenz zum Nachlesen

Der große Wandel unserer Arbeitswelt ist eine immense Herausforderung, aber durch Einsatz und Gestaltung ohne weiteres zu steuern. Das ist eine der vielen durchaus optimistisch stimmenden Schlussfolgerungen der KörberKonferenz »Arbeit, Rente, unversorgt? Was uns übermorgen erwartet«. Jetzt liegen die Ergebnisse zum Nachlesen vor.

Zum Auftakt der Konferenz mit etwa 160 Teilnehmern präsentierte Andreas Geis, Leiter des Fokusthemas »Neue Lebensarbeitszeit« bei der Körber-Stiftung, eine beim Meinungsforschungsinstitut forsa in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zur Einstellung der Deutschen zu Leben, Arbeit, Rente und Alter. Tenor: Es herrscht Optimismus für Gegenwart und nahe Zukunft. Beim Übermorgen aber sieht das anders aus. Nur 9 Prozent aller Deutschen glauben, dass es den heute unter 30-Jährigen in der Zukunft besser gehen wird als ihren Eltern. 92 Prozent glauben, das Rentensystem müsse reformiert werden.

Diesen pessimistischen Befund konnten die Podiumsgäste Max Neufeind, Policy Fellow im Think Tank »Das Progressive Zentrum«, Axel Börsch-Supan, Direktor des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik und Thomas Straubhaar, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg durchaus abmildern: Der fundamentale Strukturwandel der Branchen, Berufe und Tätigkeiten im Zuge der Digitalisierung sei kein Grund in Angststarre zu verfallen, denn die ambivalente neue Arbeitswelt sei in hohem Maße gestaltbar – solange es eine Infrastruktur zur lebenslangen Förderung der Kompetenzen gebe, die Technologie bedeutsam macht. Der Dynamik der Veränderung muss mit einer Dynamisierung der Lebensverläufe begegnet werden. Das Bedingungslose Grundeinkommen kann vor diesem Hintergrund für den unvermeidlichen Umbau der Sozialsysteme ein Teil der Lösung des Problems sich verschärfender Ungleichheit sein, auch wenn es nach wie vor umstritten bleibt – so ihr Fazit.

Selbstbestimmung und Gestaltungswillen statt Revolte und Rebellion ist die Antwort der Generation u40, die mehr in das Sozialsystem einzahlen wird – auf dem anschließenden Panel vertreten durch den Zukunftslobbyisten Wolfgang Gründinger und die Berliner Unternehmerin Catharina Bruns. Mit dem Ausblick der Young Professionals unter 40 auf die Arbeitswelt 4.0 endete die Konferenz optimistisch: Wenn in Chancen gedacht wird und eigene Kompetenzen präzisiert werden, gibt es angesichts einer fundamentalen Umwälzung keinen Grund zur Resignation und Verzweiflung.

In den nachfolgenden Publikationen können Sie Ergebnisse der KörberKonferenz detailliert nachlesen.
Video
Broschüre »Arbeit, Rente, unversorgt? Was uns übermorgen erwartet« (PDF)
Folien zum Vortrag »Arbeitswelt viernull.
Wie wir in Zukunft arbeiten werden« von Max Neufeind
(PDF)
Konferenzreport von Christian Schüle

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