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Lebendige Bürgergesellschaft

Meldung

Demografischer Wandel schafft neue Lebensarbeitszeiten

Der heutige Zuwachs an individueller Lebenszeit bedeutet auch, Erwerbsarbeit und Gesellschaftsarbeit neu miteinander verbinden zu können.

Nach der Erstaufführung im KörberForum war am 6. Oktober die Saarland-Premiere für den Alters-Dokumentarfilm »Sputnik Moment. 30 gewonnene Jahre«. Fast 250 Besucher feierten die Filmemacherin Barbara Wackernagel-Jacobs. An dem vorab geführten Podiumsgespräch zu den individuellen und gesellschaftlichen Chancen eines langen Lebens nahm neben der saarländischen Sozialministerin Monika Bachmann und Dr. Gerd Bauer, Direktor der Landesmedienanstalt Saarland, auch Karin Haist teil, die Leiterin des Bereichs Gesellschaft der Körber-Stiftung.

Die Runde teilte die These des Films – der enorme Zuwachs an individueller Lebenszeit stellt einen historisch einmaligen Aufbruch in eine Gesellschaft des langen Lebens dar. Ein neues Zeitalter habe begonnen – die Amerikaner nennen das in Erinnerung an den russischen Aufbruch ins Weltall 1957 einen »Sputnik Moment«. Neue Bilder vom Alter forderte Monika Bachmann. Karin Haist wies auf eine zweite Botschaft des Films hin: Das Versprechen des demografischen Wandels, pro Dekade zwei bis drei zusätzliche Lebensjahre zu gewinnen, bedeute nicht nur, das Alter neu erfinden zu können. Es verheiße auch den Jüngeren, ihre Lebensarbeitszeit neu gestalten zu können – in einer insgesamt längeren Lebensspanne also Erwerbsarbeit und Gesellschaftsarbeit neu miteinander zu verbinden.

Im Film »Sputnik Moment« kommen Alternsforscher, Demografen, Autoren, Unternehmensvertreter und ältere Menschen selbst zu Wort – viele von ihnen auch langjährige Partner der Körber-Stiftung, wie die frühere Bundesfamilienministerin Ursula Lehr, der amerikanische Erfinder der „Encore-Career“ Marc Freedman, der Gerontologe Andreas Kruse oder die Journalistin Margaret Heckel. Die Körber-Stiftung präsentierte den Film bereits in Hamburg und Berlin. 


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