X

6. »Forum Engagementförderung« in Hamburg

Studie zur Finanzierung der Zivilgesellschaft

20. Januar 2015, KörberForum – Kehrwieder 12

Am 20. Januar fand in Hamburg zum 6. Mal das Forum Engagementförderung statt. Das diesjährige Forum, welches jährlich Stiftungsexperten, Engagierte und politische Entscheider, die im Bereich der Förderung bürgerschaftlichen Engagements tätig sind, zusammenbringt, stand dieses Jahr ganz im Zeichen des neuen Programms »Engagierte Stadt« – als Modellprojekt einer Infrastrukturförderung durch Stiftungen.
Einleitend stellten, moderiert durch die Leiterin des Forums Engagementförderung, Karin Haist, Dr. Heiko Geue, Leiter der Leiter der Abteilung Engagementpolitik im BMFSFJ, sowie Bettina Windau von der Bertelsmann Stiftung, stellvertretend für alle Projektpartner das Programm vor. Hierbei betonten beide insbesondere den innovativen Charakter des Projekts und die vertrauensvolle Zusammenarbeit der vielen Projektpartner, welche als Blaupause für zukünftige Tätigkeiten im Stiftungssektor dienen mag. Alina Mahnken, welche das Programmbüro der »Engagierten Stadt« leitet, gab darüber hinaus einen ersten Einblick in den Programmstart.

Mit einem sich möglicherweise andeutenden Paradigmenwechsel, den eine neuartige Prozessförderung wie in der »Engagierten Stadt« für die Stiftungsarbeit mit sich bringt, beschäftigte sich anschließend eine Podiumsdiskussion von Ilsabe von Campenhausen (BMW Stiftung Herbert Quandt), Susanna Krüger (geschäftsführende Gesellschafterin von goodroot) sowie Dr. Thomas Leppert (Robert Bosch Stiftung). Wieder moderiert durch Karin Haist wurde der Frage nachgegangen, ob, und wenn ja inwiefern, sich Stiftungen nun vielleicht verstärkt als »Coaches« und Organisationsberater der Zivilgesellschaft verstehen müssten, wobei sie dann – hochgradig anspruchsvoll – ein höheres Maß an Zieloffenheit, Partnerschaftlichkeit und Empathie für die Bedürfnisse dieser zulassen müssten

Über die finanzielle Situation der organisierten Zivilgesellschaft informierten anschließend Dr. Holger Krimmer und Jana Priemer bei der Vorstellung einer Sonderauswertung des ZiviZ-Surveys 2012 für die Körber-Stiftung. Über die Finanzierung der organisierten Zivilgesellschaft existiere viel gut gemeintes know-how, aber wenig belastbares know-what. In der Studie werfen sie einen tiefen Blick auf die heterogenen und pluralen Finanzierungsmodi der Zivilgesellschaft und stellen einiges vermeintliches Wissen hierüber zur Disposition.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Perspektivwechsel von der Stiftungslandschaft auf die Engagement-Infrastrukturen und ihre Bedarfe. Uwe Amrhein vom Generali Zukunftsfonds, Dr. Thomas Röbke, Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern sowie Dr. Lilian Schwalb vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement sprachen, moderiert von Prof. Dr. Hans Fleisch, Bundesverband Deutscher Stiftungen, über die Rolle des Staates bei der Finanzierung einer Engagement-Infrastruktur sowie die Möglichkeiten und Grenzen einer verstärkten Vernetzung.

Kurzdokumentation (PDF)

Programm als PDF

Studie: Wie finanzieren sich zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland? (PDF)

to top