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  • Jan Brülle (Foto: David Ausserhofer)
  • - Meldung

    Armut wirksam bekämpfen

    Studienpreisträger Jan Brülle beleuchtet in der Außenansicht der Süddeutschen Zeitung Entwicklung und Ursachen von Armut in Deutschland und verdeutlicht die Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels des deutschen Wohlfahrtsstaats. Eine Reform der Hartz IV-Gesetze allein sei nicht ausreichend, um die bestehende Armut zu bekämpfen.

    Die Armutsquoten in Deutschland liegen höher als in den 1990er-Jahren, was vor allem auf gestiegene Arbeitsmarktungleichheit, einen gewachsenen Niedriglohnsektor und veränderte Familienstrukturen zurückzuführen sei, so der Soziologe Jan Brülle, der zu Armutstrends in Deutschland und Großbritannien promovierte und dafür 2018 den Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung erhalten hat.

    In der Süddeutschen Zeitung legt er dar, weshalb die aktuelle Debatte um Hartz IV zwar sinnvoll sei, die deutsche Sozialpolitik jedoch auch darüber hinaus grundlegend überdacht werden müsse. Um Arbeitsmarktungleichheit zu verringern, seien ein Mindestlohn und eine Stärkung von Tarifbindungen geeignete Maßnahmen – »um Armut zu bekämpfen, scheint aber eine Ausweitung staatlicher Leistungen für diejenigen, die sie am meisten brauchen, der vielversprechendste Weg zu sein«. 

    Zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung
    Der Wettbewerbsbeitrag zum Deutschen Studienpreis (PDF)
    Weitere Informationen zum Deutschen Studienpreis


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