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Baltic Sea Youth Dialogue wird europäisches Flaggschiff-Projekt

Der Baltic Sea Youth Dialogue ist bei der EU Kommission als sogenanntes Flaggschiff-Projekt aufgenommen worden. Damit wird das gemeinsame Projekt von Körber Stiftung und Ostseerat Teil des Aktionsprogramms »Neighbours« in der EU-Strategie für den Ostseeraum.

Ziel dieser EU-Strategie für den Ostseeraum sind neben ökologischen und ökonomischen Inhalten auch Integration und Identitätsfindung in der Region. Zu »Flaggschiffen« werden Projekte, die diese Ziele umsetzen und deren Arbeit für die gesamte, länderübergreifende Region des Ostseeraums relevant ist. Das Programm »Neighbours« zielt dabei auf den Ausbau der Kooperationen des Ostseeraums mit weiteren Ländern und Regionen ab. Im Mittelpunkt steht der Kontakt zwischen EU-  und Nicht-EU-Staaten.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Körber-Stiftung und dem Ostseerat (CBSS) begann 2014 mit dem ersten Baltic Sea Youth Dialogue in Narva und Ivangorod an der estnisch-russischen Grenze. Ergebnis des Pilotprojekts war unter anderem die vielbeachtete Fotoausstellung #balticeye. Hatten am ersten Baltic Sea Youth Dialogue noch 22 junge Europäer aus 12 verschiedenen Ländern teilgenommen, werden zum zweiten Baltic Sea Youth Dialogue Anfang September im polnischen Olsztyn 50 Teilnehmer aus 21 Ländern erwartet.

Die Alumni aus den Netzwerken von Ostseerat und EUSTORY verbindet ihr großes Interesse an Geschichtsthemen und der Frage nach Identität. In Olsztyn erforschen sie, wie Flucht und Vertreibung sich auf das Gefühl von Heimat und Identität auswirken. 70. Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begründete die Potsdamer Konferenz die geographische und politische Neuordnung Europas: Die Stadt Allenstein wurde zu Olsztyn, die deutsche Bevölkerung musste die Stadt verlassen, neue Bewohner aus unterschiedlichen polnischen Gebieten wurden in der Stadt angesiedelt. Wie gingen neue und alte Bewohner Olsztyns mit der Umsiedlung um? Wie beeinflusst das historische Erbe bis heute ihre nationale, regionale und persönliche Identität? Und wie kann die Bildung neuer Regionalidentitäten, beispielsweise mit Blick auf den Ostseeraum, unterstützt werden? Die Ergebnisse ihrer Spurensuche werden die Teilnehmer mit Videoaufnahmen, Fotografien und in einem Blog dokumentieren.

Der zweite Baltic Sea Youth Dialogue von Körber-Stiftung und Ostseerat wird vor Ort organisiert von der Stiftung Borussia in Olsztyn; Partner ist die polnische Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Das Netzwerk EUSTORY regt junge Europäer zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit zentralen Gegenwartsfragen der europäischen Geschichte an und verbindet zivilgesellschaftliche Organisationen in 25 Ländern Europas, die nationale Geschichtswettbewerbe durchführen. Über 170.000 Jugendliche haben sich bislang an den Wettbewerben beteiligt, rund 1.000 von ihnen nahmen bisher an europäischen EUSTORY-Begegnungen teil.

Weitere Informationen zum zweiten
Baltic Sea Youth Dialogue (auf Englisch)
 
Zur online-Fotoausstellung #balticeye


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