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Balticeye-Ausstellung in der Europäischen Kommission in Brüssel

Am 29. Januar wurde in der Europäischen Kommission in Brüssel die Foto-Ausstellung #balticeye eröffnet. Beigetragen zu diesem bildlichen Ergebnis des ersten »Baltic Sea Youth Dialogue« haben auch Alumni des Europäischen Geschichtsnetzwerks EUSTORY.

Rund 70 Gäste waren zur Eröffnungsfeier der #balticeye-Fotoausstellung in das zentrale Gebäude der Europäischen Kommission/Generaldirektion für Regionalpolitik in Brüssel gekommen. Begrüßt wurden Sie von Lena Andersson Pench, der Direktorin der Generaldirektion für Regionale und Stadtpolitik der Europäischen Kommission. Sie legte dar, warum gerade die grenzübergreifende Auseinandersetzung junger Europäer mit Fragen regionaler Identität für die EU ein zentrales Anliegen ist.

Auch Botschafter Eduardas Borisovas, stellvertretender Generalsekretär des Ostseerates, betonte die Notwendigkeit einer offenen Diskussion über die Frage, ob es eine Baltische Identität gibt und wie diese aussehen könnte. Gabriele Woidelko, Europaexpertin der Körber-Stiftung, ergänzte »Wir können uns der Frage von Identität in den multiethnischen und multikulturellen Gesellschaften Europas nicht entziehen. Sie ist von besonderer Bedeutung in einem regionalen Umfeld wie dem des Ostseeraumes, den eine gemeinsame, oft konflikthafte Geschichte verbindet, auf deren Grundlage Dialog und Zusammenleben heute gestaltet werden muss.«

Vier der jungen Fotografen von #balticeye kamen zur Ausstellungseröffnung nach Brüssel: Bartołomiej Kokot aus Polen, Johanna Evensen aus Schweden, Maria Zatoplyaeva aus Russland und Benedicte Popkema aus Norwegen. Stellvertretend für alle Beitragenden berichteten sie, wie sie sich der Aufgabenstellung angenähert und die Themen #wherewecomefrom, #sharedpast, #borderlife, #identities und #ourgeneration in Bilder übersetzt haben. In seiner kurzen Ansprache vor den Gästen unterstrich Bartołomiej Kokot die Bedeutung des Baltic Sea Youth Dialogue für seine persönliche Auseinandersetzung mit Fragen der Regionalgeschichte und –identität. Eine besondere Herausforderung sei für ihn die Arbeit mit dem Medium Bild gewesen, weil er dadurch gezwungen gewesen sei, komplexe Themen und Inhalte gedanklich zu vereinfachen und mit Hilfe eines Fotos zu visualisieren.

Wie die Ausstellung entstand

Im September 2014 begaben sich auf Einladung von Ostseerat und Körber-Stiftung beim »Baltic Sea Youth Dialogue« 22 Jugendliche aus 12 Ländern zu dem Thema »Europa in Bewegung – Geschichte und Zukunft von Grenzen und Identitäten« an der estnisch-russischen Grenze für eine Woche auf Spurensuche. Sie erforschten insbesondere die Bedeutung gemeinsamer Grenzen und Grenzverschiebungen in Vergangenheit und Gegenwart.

Die visuellen Eindrücke ihrer Spurensuche hielten die Teilnehmer in den Fotografien der virtuellen Foto-Ausstellung #balticeye fest. Gedruckt und gerahmt sind achtundzwanzig dieser Fotografien vom 29. Januar bis zum 28. Februar 2015 in Brüssel zu sehen.

Die Körber-Stiftung und der Ostseerat planen, den »Baltic Sea Youth Dialogue« 2015 fortzusetzen.

Katalog zur Ausstellung #balticeye (PDF)
Broschüre »Remembering for a European Future« (PDF)


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