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Bergedorfer Chorfestival: Singen verbindet

In Kooperation mit der Bergedorfer Zeitung und dem Hamburger Chorverband hatte die Körber-Stiftung zum zweiten Chorfestival Bergedorf ins Haus im Park geladen. Knapp 2500 Hamburgerinnen und Hamburger besuchten das Kultur- und Begegnungszentrum der Körber-Stiftung, das mit dem Chorfestival dem gemeinsamen Engagement aller Sänger eine besondere Bühne bot.

»Das Chorfestival Bergedorf zeigt in mehrfacher Hinsicht eindrucksvoll, wie die verbindende Kraft des Singens – und im übertragenen Sinne das gemeinschaftliche Engagement der vielen Ehrenamtlichen – von einzelnen Stimmen zu einer geschlossenen, starken Stimme werden kann«, schrieb Kultursenator Carsten Brosda in seinem Grußwort im Liederbuch zum Chorfestival Bergedorf.

Und das bewiesen die 22 teilnehmenden Chöre zum Abschluss der drei Konzertabende. Ob junge Gymnasiasten oder gesetztere Kammerchorsänger; innovative Akapella-Akrobaten oder traditionsreiche Liedertafel-Sänger; Chöre wie die Sounddrops, der einzige inklusive Chor Hamburgs oder Schola Cantorosa, seines Zeichens ein Schwulenchor – zum Ende des Konzertabends umrangen die vielen verschiedenen Sängerinnen und Sänger das Publikum und sangen aus bis zu dreihundert Kehlen »Look at the world«. 

Christiane Canstein koordinierte die insgesamt 800 Sänger, die nur kurz vor Konzertbeginn einen Durchgang unter ihrer Anleitung probten. Die Diplom-Gesangspädagogin und Sporansolistin weiß, warum Singen verbindet. Dorothea Kerrutt, Körber-Stiftung, sprach mit ihr.

Singen im Chor lag lange Zeit nicht besonders im Trend. In den letzten Jahren spürt man einen Aufschwung. Stimmt dieser Eindruck und woran liegt es?

Ich denke, gemeinsames Singen lag immer im Trend. Aber Altherrenchöre oder Chöre, deren Mitglieder auch schon sehr in die Jahre gekommen sind, hemmen Jüngere sich anzuschließen. Oft verpassen es die Chöre, sich rechtzeitig um Nachwuchs zu kümmern. Im günstigen Falle fusionieren Chöre dann oder sie lösen sich eben auf. In Hamburg haben wir aber auch eine große Chorvielfalt und sehr viele Chöre, was die Werbung um neue Sänger nicht einfacher macht. Und dann gibt es viele Leute, die singen wollen, sich aber nicht mit regelmäßigen Probeterminen und ehrenamtlicher Chorarbeit binden können. Da sind neue flexible Angebote wie Kneipensingen oder »Hamburg singt« tolle Alternativen.

Kann Singen helfen, gesellschaftliche Hürden zu nehmen?

Ich glaube ja. Singen verbindet. Und man merkt einfach, was für eine Energie dahinter steckt, wenn viele gemeinsam singen. Da ist es auch egal, auf welchem Gesangsniveau genau man unterwegs ist. Wir haben alle eine Sprache und das ist unsere Stimme. Und auch ob man nun einen afrikanischen, englischen oder anderen Text nimmt, ist nebensächlich. Melodie und Gesang ist eine Sprache für alle.

Warum macht Singen glücklich?


Beim Singen ist man selbst das Instrument. Man arbeitet mit der eigenen Stimme, mit dem Atem, mit den Muskeln, Glückshormone werden ausgeschüttet. Oft kommen Menschen zur Probe und sind völlig abgeschlagen von der Arbeit, hatten schon überlegt, ob sie überhaupt kommen. Aber dann hilft es, einmal den Kopf frei zu kriegen, den Alltag hinter sich zu lassen und in der Gemeinschaft zu sein – das gibt Kraft.

Hinter einem Chor steht eine Menge Arbeit. Wie wird die organisiert?

Die Organisation wird auf viele Schultern verteilt, je nach Vorlieben oder Können. Alle übernehmen die Aufgaben ehrenamtlich. Es macht aber auch Spaß, in der Gemeinschaft zu planen und zu organisieren und am Ende eines tollen Konzerterlebnisses glücklich und zufrieden zu sein. Das ist dann die Bezahlung.

Welchen Platz hat deiner Meinung nach das Chorsingen in Hamburgs Kulturlandschaft?

Es gibt zahlreiche Chöre ganz unterschiedlicher Natur. Und auch verstärkt immer mehr Aktionen wie das Chorfestival in Planten und Blomen oder »Die lange Nacht des Singens« in der Elphi oder Projekte der Staatsoper, die zum Openair-Singen einladen – in Hamburg wird schon sehr viel geboten.

Was nimmst du mit von diesem Chorfestival?

Es ist toll zu beobachten, wie den sage und schreibe 408 Workshop-Teilnehmern die Begeisterung ins Gesicht geschrieben steht. Manche sind sechs Stunden nonstop in Workshops gewesen und sind trotzdem noch voll dabei. Auch dieses Jahr ist es gelungen, ein sehr breitgefächertes Workshop-Angebot zu machen, so dass für jeden etwas dabei war und manche sich gar nicht entscheiden konnten.


 

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