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140. Bergedorfer Gesprächskreis

Die Zukunft der NATO

Berlin, 13. bis 15. Juni 2008

Im Jahr vor dem 60jährigen Jubiläum der NATO besteht keine Einigkeit unter den Mitgliedstaaten über die Funktion und zukünftige Rolle des Bündnisses. Auch der bislang größte NATO-Gipfel im April in Bukarest hat in dieser Hinsicht keine Klarheit gebracht. Ist die NATO noch der vorrangige Ort für die politische Abstimmung im transatlantischen Verhältnis oder nur noch ein Werkzeugkasten zur Bereitstellung militärischer Ressourcen? Müssen die finanziellen und militärischen Verpflichtungen zwischen den Mitgliedstaaten neu verteilt werden und wie wirkt sich dies auf die Mitbestimmung einzelner Staaten aus? Welche neuen Mitglieder sollte die NATO aufnehmen, wie definiert sie ihr Verhältnis zur EU (ESVP) und wie lassen sich die Beziehungen zu Russland konstruktiv gestalten?

Darüber hinaus stellt sich die Frage nach einer neuen NATO-Strategie: Wie soll die NATO auf die veränderte globale Sicherheitslage reagieren? Wie weit sollte die Transformation von einem Defensivbündnis zu einer Interventionsallianz mit globaler Verantwortung gehen und welche Aufgaben sollte die NATO in Zukunft übernehmen? Welche Lehren können aus dem bisherigen Engagement in Afghanistan für künftige Einsätze und die zukünftige Ausrichtung des Bündnisses gezogen werden?

Moderiert von Botschafter Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz, diskutierten auf dem 140. Bergedorfer Gesprächskreis in Berlin Politiker und Experten aus Nordamerika und Europa Aufgaben und Prioritäten des Bündnisses und politische Handlungsoptionen für die Zukunft der NATO. Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble hielt beim Abendessen am 14. Juni eine Rede über den Zusammenhang zwischen innerer und äußerer Sicherheit sowie die sicherheitspolitischen Herausforderungen in einer globalisierten Welt.

Die Ergebnisse der vertraulichen Diskussion sowie die Rede von Bundesinnenminister Schäuble wurden in redigierter Form im 140. Bergedorfer Protokoll dokumentiert, das in der edition Körber-Stiftung erschienen ist.

Vorsitzender des Bergedorfer Gesprächskreises ist Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker.

In jüngster Zeit fanden zu sicherheitspolitischen Themen folgende Veranstaltungen in der Körber-Stiftung statt: der 138. Gesprächskreis zum Thema »Kann die EU europäische Sicherheit gewährleisten?« (Warschau, 2007), ein Politisches Frühstück mit Michel Miraillet, Direktor der Abteilung für strategische Angelegenheiten im französischen Verteidigungsministerium, ein Politisches Frühstück mit Volodymyr Khandogiy, erster stellvertretender Außenminister der Ukraine, ein Politisches Hintergrundgespräch mit Generalleutnant Henry A. Trey Obering III, Direktor der Missile Defense Agency der United States Air Force, sowie ein Hintergrundgespräch mit Botschafter Martin Erdmann, Beigeordneter Generalsekretär der NATO für politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik.

Zusammenfassung (PDF)

Rede von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble

Eingangsstatement von Paul W. Schroeder (PDF):
deutsch
englisch

Liste der Teilnehmer

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