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142. Bergedorfer Gesprächskreis

»Konfliktmanagement im Mittleren Osten: Regionale Lösungen für Regionale Probleme?«

Beirut, 20. bis 22. März 2009

Die Suche nach Lösungen für die vielfältigen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten ist, wie zum Beispiel beim Friedensprozess von Oslo, traditionell stark durch die Vermittlungsbemühungen externer Akteure, insbesondere der USA geprägt. In den letzten Jahren jedoch haben regionale Akteure zunehmend eigene Initiativen ergriffen.

Die Beispiele reichen von der durch Saudi-Arabien angestoßenen Friedensinitiative der Arabischen Liga, der im innerlibanesischen Konflikt von Katar vermittelten Vereinbarung von Doha über die türkische Pendeldiplomatie zwischen Syrien und Israel bis hin zur ägyptischen Vermittlung zwischen Israel und der Hamas.

Worin liegen die Gründe für diese Eigeninitiative regionaler Akteure? Erhöht eine Vermittlung durch regionale Akteure die Chancen für erfolgreiche Konfliktlösungen? Wie sind die Verhandlungen und ihre Ergebnisse zu bewerten? Inwieweit ist eine aktive Rolle externer Akteure (z.B. USA, EU, Nahost-Quartett) nach wie vor unverzichtbar?

Unter Vorsitz des Bundespräsidenten a.D. Richard von Weizsäcker und moderiert von Volker Perthes, Stiftung Wissenschaft und Politik, diskutierten auf dem 142. Bergedorfer Gesprächskreis in Beirut Politiker, Regierungsvertreter und Experten aus dem Mittleren Osten, Europa und den USA Vorteile und Risiken regionaler Lösungsansätze und entwickelten Perspektiven für ein effektive Zusammenarbeit zwischen regionalen und externen Akteuren.

Der Bergedorfer Gesprächskreis wurde eröffnet mit einer Rede (PDF, englisch) vom S.E. Fouad Siniora, dem Premierminister Libanons.

Im Vorfeld des Gesprächskreises trafen die Teilnehmer mit S.E. Michel Suleiman, dem Präsidenten Libanons, zusammen.

Die Ergebnisse der vertraulichen Diskussion wurden in redigierter Form im 142. Bergedorfer Protokoll dokumentiert, das in der edition Körber-Stiftung erschienen ist.

Mit dem 142. Bergedorfer Gesprächskreis führt die Körber-Stiftung ihre langjährige Tradition des Dialogs mit dem Mittleren Osten fort.

In der Vergangenheit fanden eine Vielzahl von Gesprächskreisen und politischen Hintergrundgesprächen statt, zuletzt der 139. Bergedorfer Gesprächskreis »Irak und seine Nachbarn: Wege zur Stabilität« (Damaskus, 2008) und der 136. Bergedorfer Gesprächskreis »Die Türkei als Partner europäischer Außenpolitik im Mittleren Osten« (Istanbul, 2007), sowie Politische Hintergrundgespräche mit S. E. Masoud Barzani, Präsident der föderalen Region Kurdistan-Irak sowie S.K.H. Prinz Saud Al-Faisal, Außenminister des Königreichs Saudi-Arabien.

Zusammenfassung (PDF)
Liste der Teilnehmer

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