167. Bergedorfer Gesprächskreis

Der lange Weg nach Europa: Der Westbalkan zwischen innenpolitischen Herausforderungen und Geopolitik

in Sarajewo, 16.–18. März 2018

Auch zwei Jahrzehnte nach Abschluss des Daytoner Abkommens bleibt der westliche Balkan eine politisch instabile Region. Gleichwohl ist er für die EU (und andere internationale Akteure) von großem politischen, ökonomischen und strategischen Interesse. Während externe Akteure versuchen, ihren Einfluss in der immer noch von ihrem autoritären Erbe und ethnischen Spannungen geprägten Region auszuweiten, stehen weite Teile der Bevölkerung dem Beitritt zur Europäischen Union zunehmend skeptisch gegenüber. Angesichts schwierigerer Entscheidungen, mit denen sich die Region und die Europäische Union konfrontiert sehen, bedarf es einer neuen Debatte über die europäische Zukunft des Westbalkans.

Der 167. Bergedorfer Gesprächskreis diskutierte vom 16.-18. März 2018 die Zukunft der politischen Strukturen und Institutionen der Region sowie deren geopolitisches und geoökonomisches Umfeld. Wie kann die EU im Hinblick auf eine stärkere wirtschaftliche und politische Kohärenz und die Unterstützung pro-europäischer Akteure mit regionalen Partnern zusammenarbeiten? Welche Politik verfolgen die übrigen Akteure – insbesondere Russland, China und die Türkei – im Westbalkan, und wie sollte die EU reagieren?

Die Teilnehmer des Gesprächskreises setzten sich aus hochrangigen Politikern und Administrationsangehörigen, sowie Intellektuellen, Publizisten und Mitgliedern der Zivilgesellschaft aus dem westlichen Balkan, relevanten Mitgliedsstaaten der EU, sowie Russland und den USA zusammen. Der 167. Bergedorfer Gesprächskreis wurde von Igor Crnadak, Außenminister Bosnien und Herzegovinas, Ditmir Bushati, Außenminister Albaniens, Ivica Dacic, Erster Stellvertretender Ministerpräsident und Außenminister Serbiens, Srdjan Darmanovic, Außenminister Montenegros, und Nikola Dimitrov, Außenminister Mazedoniens, eröffnet.

Liste der Teilnehmer

Ein weißer Fleck im Herzen Europas
Gastbeitrag von David McAllister zu der Situation im westlichen Balkan anlässlich des 167. Bergedorfer Gesprächskreises in Sarajevo

Fotos: Körber-Stiftung/Vanja Lisac