X

Afghanistan-Forum 2010

»Stabilität für Afghanistan: Prioritäten und Perspektiven des deutschen Engagements«

Berlin, 21. Januar 2010

Die NATO-Mission in Afghanistan befindet sich in einer kritischen Phase. Deutschland steht vor der Frage, ob es – analog zur neuen Strategie der USA – sein militärisches und ziviles Engagement im Norden Afghanistans ausweitet, und wenn ja, welche Ziele und Aufgaben gegebenenfalls damit verbunden wären. Die Entscheidung darüber soll nach der am 28. Januar in London stattfindenden Afghanistan-Konferenz getroffen werden.

Eine Woche vor der Londoner Konferenz bot das Afghanistan-Forum der Körber-Stiftung »Stabilität für Afghanistan« die Gelegenheit, im kleinen Kreis und vertraulicher Atmosphäre über die Prioritäten und Perspektiven des deutschen Engagements in Afghanistan zu diskutieren.

Welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele sollte Deutschland am Hindukusch verfolgen? Welchen konkreten Beitrag kann Deutschland in den Bereichen Sicherheit, Entwicklungszusammenarbeit und Regierungsführung in seinem Verantwortungsbereich im Norden des Landes leisten? Und welche Perspektiven gibt es im Hinblick auf eine zukünftige Reduzierung der deutschen Präsenz?

Neben ranghohen Vertretern der Bundesregierung nahmen zahlreiche Abgeordnete aller Fraktionen, unter ihnen der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Ruprecht Polenz und die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Gernot Erler, Frithjof Schmidt und Andreas Schockenhoff, Experten aus dem In- und Ausland, sowie Vertreter der Bundeswehr, des Bundesnachrichtendienstes und von Nichtregierungsorganisationen an dem Forum teil.

Eröffnet wurde das Forum von Außenminister Guido Westerwelle, der über die Rolle Deutschlands in Afghanistan und die Erwartungen an die Londoner Konferenz sprach. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer mit Christian Schmidt, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, über die Sicherheitslage und das Konzept der vernetzten Sicherheit. Der außenpolitische Berater von Präsident Karzai und ehemalige afghanische Außenminister Rangin Dadfar Spanta erläuterte seine Sicht auf Deutschlands Rolle in Afghanistan, und Entwicklungsminister Dirk Niebel sprach über Möglichkeiten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und des zivilen Aufbaus. In einer Videokonferenz mit Richard Holbrooke, dem US-Sonderbeauftragten für Pakistan und Afghanistan, diskutierten die Teilnehmer über Präsident Obamas Strategie für die Region. Am Ende des Forums stand eine Sitzung über Good Governance mit einem Referat des stellvertretenden UN-Sonderbeauftragten in Afghanistan, Robert Watkins.

Teilnehmerliste

Zusammenfassung (PDF)

 

to top