+
Boy-Gobert-Preis
   

Boy-Gobert-Preis

Boy-Gobert-Preis

Seit 1981 verleiht die Körber-Stiftung jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Boy-Gobert-Preis an junge, herausragende Schauspielerpersönlichkeiten an Hamburger Sprechbühnen, um so die Bühnenkultur der Hansestadt weiter zu befördern.

»Wenn ihr Menschen erreicht, wenn sie über euch weinen, lachen, wenn ihr sie nachdenklich macht oder ihnen vielleicht sogar eine Lebenshilfestellung gebt, dann erfüllt ihr unseren Beruf. Ihr erfüllt unsere Berufung« So beschrieb der langjährige Intendant des Thalia Theaters, Boy Gobert, die »Berufung des Schauspielers«. Zu seinem Abschied aus Hamburg stiftete Kurt A. Körber einen Schauspieler-Nachwuchspreis.  

Die Liste ehemaliger Preisträgerinnen und Preisträger liest sich mittlerweile wie ein »Who is Who« der deutschen Theaterlandschaft: Susanne Lothar (†), Ulrich Tukur, Michael Maertens, Annette Paulmann, Martin Wuttke, Fritzi Haberlandt… Über ihren Werdegang erzählen sie in dem von der edition Körber-Stiftung herausgegebenen Buch Beruf Schauspieler.

Meldungen

– Meldung

Körber-Stiftung verleiht den renommierten Nachwuchspreis am 29. November im Thalia Theater zum 40. Mal

weiter

– Meldung

Am 6. Juli 1980 stiftete Kurt A. Körber den Boy-Gobert-Preis. Anlass war die Verabschiedung von Boy Gobert als Intendant des Thalia Theaters. Seitdem verleiht die Körber-Stiftung jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Preis mit dem Ziel, Schauspielerinnen und Schauspieler am Anfang ihrer Laufbahn zu unterstützen.

weiter

Preisträgerin 2020

Josefine Israel erhält Boy-Gobert-Preis 2020

Der Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung für den schauspielerischen Nachwuchs an Hamburger Bühnen geht in diesem Jahr an Josefine Israel. Die 29-jährige Schauspielerin ist seit der Spielzeit 2015/2016 Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. »Josefine Israel versteht es, sowohl im Solomoment als auch im musikalischen Gefüge des Ensemblespiels ihr kraftvolles Spiel zu entfalten, das dabei stets auch die Zerbrechlichkeit ihrer Figuren – also von uns allen – durchscheinen lässt«, begründet die Jury unter dem Vorsitz des Schauspielers Burghart Klaußner ihre Entscheidung. »Josefine Israel überzeugt in den unterschiedlichsten Rollen mit hoher schauspielerischer Differenzierungsfähigkeit, mit lebendiger Initiative und klugem Verständnis auch für entschiedene Regiehandschriften.«

Preisverleihung

Am Sonntag, den 29. November 2020 um 11 Uhr, verleiht die Körber-Stiftung im Thalia Theater den Boy-Gobert-Preis an Josefine Israel.

Josefine Israel wird die Preisverleihung mit Kolleginnen und Kollegen künstlerisch gestalten. Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda, Thalia Intendant Joachim Lux, der Juryvorsitzende Burghart Klaußner und die Schauspielerin Lina Beckmann würdigen Josefine Israels Engagement. Dr. Lothar Dittmer, Vorsitzender des Vorstands der Körber-Stiftung, überreicht den mit 10.000€ dotierten Preis.

Der Eintritt zur Preisverleihung ist frei. Aufgrund der aktuellen Situation und der besonderen Hygienevorgaben stehen deutlich weniger Sitzplätze zur Verfügung als in den Vorjahren, diese werden über personalisierte Eintrittskarten vergeben. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Kartenwünsche können ab Mitte November hier angemeldet werden.

Um die Preisverleihung einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, wird sie zusätzlich als Livestream gesendet.

Medienpartner sind NDR 90,3 und Hamburg Journal

Zur Preisträgerin

Josefine Israel, geboren 1991 in Frankfurt/Oder, spielte von 2005 bis 2012 bei p14, dem Jugendtheater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Nach dem Abitur begann sie ein Schauspielspielstudium an der Universität der Künste in Berlin, das sie 2016 beendete. Während des Studiums spielte sie mehrfach am bat Studiotheater in Berlin und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg in der Inszenierung »Wassa Schelesnowa«. 2015 erhielt sie beim Treffen deutschsprachiger Schauspielstudierender einen Solopreis. Seit der Spielzeit 2015/16 gehört sie zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses. Hier spielte sie unter anderem in »Der zerbrochne Krug«, »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« und »Anatomie eines Suizids«. Aktuell ist sie in »Reich des Todes« (Regie: Karin Beier) und »Häuptling Abendwind« (Regie: Christoph Marthaler) zu sehen.

40 Jahre Boy-Gobert-Preis

Vor 40 Jahren stiftete Kurt A. Körber den Boy-Gobert-Preis. Anlass war die Verabschiedung von Boy Gobert (1925-1986) als Intendant des Thalia Theaters. Gobert hatte sich als Schauspieler, Regisseur und Intendant gänzlich der Bühne verschrieben. Sein Theater war in erster Linie eines der Schauspielerinnen und Schauspieler. Sie standen im Zentrum aller Überlegungen. Immer wieder holte er Nachwuchstalente von kleineren Theatern oder von den Schauspielschulen nach Hamburg. Weitere Infos (Link zur Meldung »40 Jahre Boy-Gobert-Preis« vom 6. Juli)

Seit 1981 verleiht die Körber-Stiftung jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Boy-Gobert-Preis an junge, herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler an Hamburger Bühnen. Ziel ist es, sie am Anfang ihrer Laufbahn zu unterstützen. Bisherige Preisträger sind unter anderen Ulrich Tukur, Martin Wuttke, Susanne Wolff, Hans Löw, Gala Othero Winter und Merlin Sandmeyer.

Fotos von Josefine Israel

Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

© Werner Bartsch

Download (JPG)

Honorarfreie Nutzung im Rahmen Berichterstattung zur Vergabe des Boy-Gobert-Preises unter Angabe des Copyrights.

Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

in »Reich des Todes« (v.l.: Eva Bühnen, Anja Lais, Josefine Israel), Deutsches Schauspielhaus Hamburg

© Arno Declair

Download (JPG)

Honorarfreie Nutzung im Rahmen Berichterstattung zur Vergabe des Boy-Gobert-Preises unter Angabe des Copyrights.

Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

in »Anatomie eines Suizids« (v.l Josefine Israel, Gala Othero Winter, Tilman Strauß), Deutsches Schauspielhaus Hamburg

© Stephen Cummiskey

Download (JPG)

Honorarfreie Nutzung im Rahmen Berichterstattung zur Vergabe des Boy-Gobert-Preises unter Angabe des Copyrights.

Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

in »Häuptling Abendwind« (v.l.: Sasha Rau, Samuel Weiss, Josefine Israel), Deutsches Schauspielhaus Hamburg

© Matthias Horn

Download (JPG)

Honorarfreie Nutzung im Rahmen Berichterstattung zur Vergabe des Boy-Gobert-Preises unter Angabe des Copyrights.

Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

in »Wer hat Angst vor Virginia Woolf«, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

© Arno Declair

Download (JPG)

Honorarfreie Nutzung im Rahmen Berichterstattung zur Vergabe des Boy-Gobert-Preises unter Angabe des Copyrights.

Die Jury

Für die Auslobung des Boy-Gobert-Preises ist folgende Jury verantwortlich:

  • Burghart Klaußner (Juryvorsitzender)
  • Anke Dürr (Journalistin)
  • Catarina Felixmüller (Journalistin)
  • Prof. Charlotte Kleist (Professorin für Schauspiel)
  • Monika Nellissen (Journalistin)
  • Peter Reszczynski (Zuschauer) bis Saison 19/20
  • Stephan Schad (Schauspieler)
  • Maike Schiller (Journalistin) ab Saison 20/21
  • András Siebold (Dramaturg und Festivalleiter)
  • Dr. Inge Volk (Kulturmanagerin)

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

  • Gala Othero Winter gestaltete die Preisverleihung gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus ihrer aktuellen Produktion »Die Wehleider«. Foto: Körber-Stiftung/Kerstin Schomburg    
  • Bastian Reiber (3. von links), Boy-Gobert-Preis 2015 in »Schuld« am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Foto: Klaus Lefebvre    
  • Birte Schnöink in »Fuck your ego!«. Im aktuellen Repertoire des Thalia Theaters, Foto: Krafft Angerer    
  • Julia Riedler als Puck in »Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare. Regie: Samuel Weiss. Eine Koproduktion zwischen der Theaterakademie Hamburg und dem Deutschen Schauspielhaus. Foto: Kerstin Schomburg    
  • Boy-Gobert-Preisträger 2012 Julian Greis    
  • Mirco Kreibich, Boy-Gobert-Preisträger 2011, Foto: Krafft Angerer    
  • Thorsten Hierse, Boy-Gobert-Preisträger 2010, Foto: Gianni Occhipinti    
  • Stefan Haschke, Boy-Gobert-Preisträger 2009, lebt seine Rollen voller Witz und Tragik, Foto: Ellen Coenders    
  • to top