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Boy-Gobert-Preis 2020

Josefine Israel erhält Boy-Gobert-Preis 2020

Der Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung für den schauspielerischen Nachwuchs an Hamburger Bühnen geht in diesem Jahr an Josefine Israel. Die 29-jährige Schauspielerin ist seit der Spielzeit 2015/2016 Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. »Josefine Israel versteht es, sowohl im Solomoment als auch im musikalischen Gefüge des Ensemblespiels ihr kraftvolles Spiel zu entfalten, das dabei stets auch die Zerbrechlichkeit ihrer Figuren – also von uns allen – durchscheinen lässt«, begründet die Jury unter dem Vorsitz des Schauspielers Burghart Klaußner ihre Entscheidung. »Josefine Israel überzeugt in den unterschiedlichsten Rollen mit hoher schauspielerischer Differenzierungsfähigkeit, mit lebendiger Initiative und klugem Verständnis auch für entschiedene Regiehandschriften.«

Lothar Dittmer, Vorsitzender des Vorstands der Körber-Stiftung, wird Josefine Israel die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 29. November 2020 um 11 Uhr in einer feierlichen Matinee im Thalia Theater überreichen.

Zur Preisträgerin

Josefine Israel, geboren 1991 in Frankfurt/Oder, spielte von 2005 bis 2012 bei p14, dem Jugendtheater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Nach dem Abitur begann sie ein Schauspielspielstudium an der Universität der Künste in Berlin, das sie 2016 beendete. Während des Studiums spielte sie mehrfach am bat Studiotheater in Berlin und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg in der Inszenierung »Wassa Schelesnowa«. 2015 erhielt sie beim Treffen deutschsprachiger Schauspielstudierender einen Solopreis. Seit der Spielzeit 2015/16 gehört sie zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses. Hier spielte sie unter anderem in »Der zerbrochne Krug«, »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« und »Anatomie eines Suizids«. Aktuell ist sie in »Reich des Todes« (Regie: Karin Beier) und »Häuptling Abendwind« (Regie: Christoph Marthaler) zu sehen.

40 Jahre Boy-Gobert-Preis

Vor 40 Jahren stiftete Kurt A. Körber den Boy-Gobert-Preis. Anlass war die Verabschiedung von Boy Gobert (1925-1986) als Intendant des Thalia Theaters. Gobert hatte sich als Schauspieler, Regisseur und Intendant gänzlich der Bühne verschrieben. Sein Theater war in erster Linie eines der Schauspielerinnen und Schauspieler. Sie standen im Zentrum aller Überlegungen. Immer wieder holte er Nachwuchstalente von kleineren Theatern oder von den Schauspielschulen nach Hamburg. Weitere Infos (Link zur Meldung »40 Jahre Boy-Gobert-Preis« vom 6. Juli)

Seit 1981 verleiht die Körber-Stiftung jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Boy-Gobert-Preis an junge, herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler an Hamburger Bühnen. Ziel ist es, sie am Anfang ihrer Laufbahn zu unterstützen. Bisherige Preisträger sind unter anderen Ulrich Tukur, Martin Wuttke, Susanne Wolff, Hans Löw, Gala Othero Winter und Merlin Sandmeyer.

Fotos von Josefine Israel

Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

© Werner Bartsch

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Honorarfreie Nutzung im Rahmen Berichterstattung zur Vergabe des Boy-Gobert-Preises unter Angabe des Copyrights.

Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

in »Reich des Todes« (v.l.: Eva Bühnen, Anja Lais, Josefine Israel), Deutsches Schauspielhaus Hamburg

© Arno Declair

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Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

in »Anatomie eines Suizids« (v.l Josefine Israel, Gala Othero Winter, Tilman Strauß), Deutsches Schauspielhaus Hamburg

© Stephen Cummiskey

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Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

in »Häuptling Abendwind« (v.l.: Sasha Rau, Samuel Weiss, Josefine Israel), Deutsches Schauspielhaus Hamburg

© Matthias Horn

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Josefine Israel, Boy-Gobert-Preis 2020

in »Wer hat Angst vor Virginia Woolf«, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

© Arno Declair

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