Boy-Gobert-Preis

Seit 1981 verleiht die Körber-Stiftung jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Boy-Gobert-Preis an junge, herausragende Schauspielerpersönlichkeiten an Hamburger Sprechbühnen, um so die Bühnenkultur der Hansestadt weiter zu befördern.

»Wenn ihr Menschen erreicht, wenn sie über euch weinen, lachen, wenn ihr sie nachdenklich macht oder ihnen vielleicht sogar eine Lebenshilfestellung gebt, dann erfüllt ihr unseren Beruf. Ihr erfüllt unsere Berufung« So beschrieb der langjährige Intendant des Thalia Theaters, Boy Gobert, die »Berufung des Schauspielers«. Zu seinem Abschied aus Hamburg stiftete Kurt A. Körber einen Schauspieler-Nachwuchspreis.  

Die Liste ehemaliger Preisträgerinnen und Preisträger liest sich mittlerweile wie ein »Who is Who« der deutschen Theaterlandschaft: Susanne Lothar (†), Ulrich Tukur, Michael Maertens, Annette Paulmann, Martin Wuttke, Fritzi Haberlandt… Über ihren Werdegang erzählen sie in dem von der edition Körber-Stiftung herausgegebenen Buch Beruf Schauspieler.

Meldungen

– Meldung

Die Körber-Stiftung verleiht den renommierten Preis für den schauspielerischen Nachwuchs an Hamburger Bühnen am 5. Dezember in einer feierlichen Matinee. Er geht in diesem Jahr an Maike Knirsch. Die 26 Jahre alte Schauspielerin ist seit der Spielzeit 2020/21 Ensemblemitglied am Thalia Theater.

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– Meldung

An diesem Sonntag hat die Körber-Stiftung den mit 10.000 Euro dotierten Boy-Gobert-Preis an die Schauspielerin Josefine Israel verliehen, die seit der Spielzeit 2015/16 Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ist. Dr. Lothar Dittmer, Vorsitzender des Vorstands der Körber-Stiftung, überreichte die Auszeichnung für herausragende...

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Preisträgerin 2021

Maike Knirsch erhält Boy-Gobert-Preis 2021

Der Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung für den schauspielerischen Nachwuchs an Hamburger Bühnen geht in diesem Jahr an Maike Knirsch. Die 26-jährige Schauspielerin ist seit der Spielzeit 2020/21 Ensemblemitglied am Thalia Theater. »Maike Knirsch erobert sich den Bühnenraum wie eine Pionierin: unerschrocken, wagemutig und hellwach. Ihr Spiel ist von einer unbedingten Freiheit, voller Energie und zugleich von großer Selbstverständlichkeit. Sie bringt das Kunststück fertig, ganz im Moment zu spielen und ihrer Figur zugleich mit einem wohlwollenden Lächeln beim Spielen zuzusehen«, begründet die Jury unter dem Vorsitz des Schauspielers Burghart Klaußner ihre Entscheidung. »Die Präsenz, die Körperlichkeit, Offenheit und schauspielerische Neugier von Maike Knirsch sind auch in Momenten spürbar, in denen sie – scheinbar – gar nicht aktiv ins Bühnengeschehen eingreift. Ihre Begeisterung für die Theaterkunst überträgt sich unmittelbar in den Zuschauerraum.«

Zur Preisträgerin

Maike Knirsch, 1995 in Stendal geboren, studierte nach einem Abschluss am Filmgymnasium Babelsberg von 2014 bis 2018 Schauspiel an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Bereits während ihrer Schulzeit spielte sie 2011 am Theater der Altmark und war Mitglied des Jungen DT. Nach ihrem Schauspielstudium hatte sie von 2017/18 bis 2019/20 ein festes Engagement am Deutschen Theater Berlin, wo sie u.a. mit den Regisseurinnen und Regisseuren Armin Petras, Jette Steckel und Christopher Rüping arbeitete. Seit der Spielzeit 2020/21 gehört sie zum Ensemble des Thalia Theaters. Hier spielt sie unter anderem in »Paradies fluten / hungern / spielen« (Regie: Christopher Rüping) und »Herkunft« (Regie: Sebastian Nübling) sowie in den bevorstehenden Premieren »GRM Brainfuck« (Regie: Sebastian Nübling) und »Blick von der Brücke« (Regie: Hakan Savaş Mican).

Fotos von Maike Knirsch

Maike Knirsch, Boy-Gobert-Preis 2021

© Armin Smailovic

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Honorarfreie Nutzung im Rahmen Berichterstattung zur Vergabe des Boy-Gobert-Preises unter Angabe des Copyrights.

Maike Knirsch, Boy-Gobert-Preis 2021

© Armin Smailovic

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Maike Knirsch, Boy-Gobert-Preis 2021

in »Paradies fluten / hungern / spielen«, Regie: Christopher Rüping, Thalia Theater, Hamburg

© Krafft Angerer

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Maike Knirsch, Boy-Gobert-Preis 2021

in »Paradies fluten / hungern / spielen«, Regie: Christopher Rüping, Thalia Theater, Hamburg

© Krafft Angerer

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Maike Knirsch, Boy-Gobert-Preis 2021

in »Herkunft«, Regie: Sebastian Nübling, Thalia in der Gaußstraße, Hamburg

© Krafft Angerer

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Maike Knirsch, Boy-Gobert-Preis 2021

in »Herkunft«, Regie: Sebastian Nübling, Thalia in der Gaußstraße, Hamburg

© Krafft Angerer

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Die Jury

Für die Auslobung des Boy-Gobert-Preises ist folgende Jury verantwortlich:

  • Burghart Klaußner (Juryvorsitzender)
  • Anke Dürr (Journalistin)
  • Catarina Felixmüller (Journalistin)
  • Prof. Charlotte Kleist (Professorin für Schauspiel)
  • Monika Nellissen (Journalistin)
  • Stephan Schad (Schauspieler)
  • Maike Schiller (Journalistin) ab Saison 20/21
  • András Siebold (Dramaturg und Festivalleiter)
  • Dr. Inge Volk (Kulturmanagerin)

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

  • Gala Othero Winter gestaltete die Preisverleihung gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus ihrer aktuellen Produktion »Die Wehleider«. Foto: Körber-Stiftung/Kerstin Schomburg    
  • Bastian Reiber (3. von links), Boy-Gobert-Preis 2015 in »Schuld« am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Foto: Klaus Lefebvre    
  • Birte Schnöink in »Fuck your ego!«. Im aktuellen Repertoire des Thalia Theaters, Foto: Krafft Angerer    
  • Julia Riedler als Puck in »Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare. Regie: Samuel Weiss. Eine Koproduktion zwischen der Theaterakademie Hamburg und dem Deutschen Schauspielhaus. Foto: Kerstin Schomburg    
  • Boy-Gobert-Preisträger 2012 Julian Greis    
  • Mirco Kreibich, Boy-Gobert-Preisträger 2011, Foto: Krafft Angerer    
  • Thorsten Hierse, Boy-Gobert-Preisträger 2010, Foto: Gianni Occhipinti    
  • Stefan Haschke, Boy-Gobert-Preisträger 2009, lebt seine Rollen voller Witz und Tragik, Foto: Ellen Coenders