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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft zum 26. Geschichtswettbewerb auf

»So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« lautet das Thema der 26. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Vom 1. September 2018 bis zum 28. Februar 2019 sind alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland unter 21 Jahren aufgerufen, auf historische Spurensuche zu gehen.

»Die Krise ist nicht nur in der aktuellen Nachrichtenlage scheinbar allgegenwärtig. Krisen haben stets auch Geschichte geprägt«, sagt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. »Nicht immer geht es gleich um die große Politik: Immer wieder haben Menschen auf krisenhafte Entwicklungen ganz konkret und vor Ort reagiert – beispielsweise mit Umweltinitiativen – und damit bisweilen auch große gesellschaftliche Veränderungen angestoßen.« Ein breites Themenspektrum gilt es also im diesjährigen Wettbewerb zu erforschen: Von der Auflösung der Handwerkerzünfte durch die Industrialisierung über revolutionäre Umbrüche durch den ›Matrosenaufstand‹ bis zum demokratischen Aufbruch durch die Bürgerrechtsbewegung in der DDR. In welcher Form die Schülerinnen und Schüler eine historische Fragestellung ausarbeiten und ob alleine, in Gruppen oder im Klassenverband, ist ihrer Kreativität überlassen. 

Historische Spurensuche

Die Beschäftigung damit, wie Krisen, Umbrüche und Aufbrüche der Vergangenheit vor Ort wahrgenommen wurden, fordert auch dazu auf, die jeweiligen Handlungsmöglichkeiten der Menschen in den Blick zu nehmen. Es gilt nachzuvollziehen, wie sie in Ausnahmezuständen reagiert haben und wie sich eine erfolgreiche Bewältigung oder ein Scheitern auf das Zusammenleben auswirkte. »Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs ist hoch aktuell. Die historischen Beispiele regen Kinder und Jugendliche an, auch darüber zu reflektieren, wie sich gegenwärtige Krisen produktiv überwinden lassen. Die historische Spurensuche schärft den Blick für die Unterschiede zwischen Umbruch, Zäsur und wirklichen Krisen. Und sie zeigt, wie aus einem Umbruch unter Umständen ein Aufbruch werden kann«, erklärt Gabriele Woidelko, Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik der Körber-Stiftung.

Angebote für Teilnehmer und Tutoren

Zum Wettbewerb ist das Magazin »spurensuchen« erschienen. Neben den offiziellen Ausschreibungsunterlagen enthält es zahlreiche Themenideen und Tipps zur Teilnahme. Das beiliegende Projektheft für Schülerinnen und Schüler leitet in Kurzform durch alle Phasen der Projektarbeit und kann von jüngeren Teilnehmern als Forschungstagebuch genutzt werden. In allen Bundesländern finden in Kooperation mit Partnern vor Ort kostenfreie Auftaktveranstaltungen sowie Lehrerworkshops zum neuen Wettbewerb statt. Auf den Internetseiten des Geschichtswettbewerbs stehen pädagogische Materialien und weitere Angebote zum Wettbewerbsthema und zur Teilnahme zur Verfügung. In dieser Wettbewerbsrunde werden zudem Sonderpreise vergeben: Die WDR-Radiosendung ›ZeitZeichen‹ lobt vier Preise für die besten Podcasts aus. Und das Magazin ›GEOlino Zeitreise‹ vergibt fünf Preise für besonders kreative Gruppenbeiträge in der Altersstufe bis Klasse 6. Der Geschichtswettbewerb ist auch in den sozialen Medien präsent, auf Facebook und Instagram sind alle Teilnehmenden eingeladen, Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse ihrer Spurensuche zu den Hashtags #MeineSpurensuche und #geschichtswettbewerb mit anderen Jugendlichen zu teilen.

Über den Geschichtswettbewerb

Seit 1973 richtet die Körber-Stiftung den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten aus. Mit bislang über 141.000 Teilnehmern und rund 31.500 Projekten ist er der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. 

Pressemitteilung
Aufruf von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (PDF)
Wettbewerbsmagazin »spurensuchen« (PDF)
Plakat zum Wettbewerb (JPG)
weitere Informationen zum Geschichtswettbewerb 


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