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    Bundespräsident Steinmeier zeichnet Preisträger:innen des Geschichtswettbewerbs aus

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete im Schloss Bellevue die Erstpreisträgerinnen und Erstpreisträger des Geschichtswettbewerbs zum Thema »Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft« aus. Bundesweit beteiligten sich mehr als 3.400 Kinder und Jugendliche mit 1.349 Beiträgen am Wettbewerb.

    Ein jüdischer Sportverein zur Zeit des Nationalsozialismus, die Emanzipation von Frauen im Sport oder die Flucht der afghanischen Nationalmannschaft nach Deutschland in den 1980er Jahren: Zu Themen wie diesen haben Schülerinnen und Schüler aus Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Hessen geforscht, die im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten die fünf ersten Preise gewonnen haben.

    Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit rund 70 geladenen Gästen überreichten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Thomas Paulsen, Mitglied im Vorstand der Körber-Stiftung, die Urkunden.

    Der Bundespräsident hob in seiner Begrüßung mit Bezug auf das Wettbewerbsthema hervor: »Wir leben in bewegten Zeiten. Das kann man sagen. Auch wenn das Jahrhundertereignis Pandemie uns alle gleich mehrfach in einen – wenigsten temporären – Stillstand gezwungen hat. Fast alle, sollte ich sagen. Denn Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten lassen sich nicht aufhalten – wie wir sehen, schon gar nicht seine Bundespreisträgerinnen und -preisträger. Die Pandemie konnte sie allenfalls behindern, verhindern konnte sie die vielen großartigen Arbeiten und Beiträge nicht.«

    Thomas Paulsen betonte: »Die aktuelle 27. Ausschreibung unseres gemeinsamen Geschichtswettbewerbs stand unter dem Zeichen von Corona-Pandemie, Home-Schooling und geschlossenen Archiven und Bibliotheken. Umso mehr freut es uns, dass trotz der extrem schwierigen Rahmenbedingungen 1.349 Beiträge von 3400 Schülerinnen und Schülern eingegangen sind. Die Jahre 2020/2021 boten reichlich Stoff zum Nachdenken über die gesellschaftliche Bedeutung des Sports, über die Frage, was uns als Gesellschaft zusammenhält und was wir brauchen, um Gemeinschaft erleben zu können.«

    Die fünf Erstpreisbeiträge in der Übersicht:

    Elias Sauer und Héctor Pio-Rendón Gutmann, 10. Klasse, Isaak Emil Lichtigfeld Schule, Frankfurt, Hessen

    »Mit einem jüdischen Sportverein durch bewegte Zeiten ­– der SV Philanthropin, 1921 bis 1938«

    Tutorin: Nurith Schönfeld

     

    Hannah Reehuis, 10. Klasse, Städtisches Gymnasium, Ochtrup, NRW

    »Tennis - Vom Privileg zum Breitensport?«

    Tutor: Udo Schwerthein

     

    Simon Große-Bley und Malin Käter, 12. Klasse, Pelizaeus-Gymnasium, Paderborn, NRW

    »›Auswärtsspiel.‹ Die Flucht der afghanischen Fußballnationalmannschaft nach Paderborn«

    Tutor: Dirk Pöppmann

     

    Carolin Brienen, Hans Frei Heitmüller und Jonathan Schierig, 9. Klasse, Evangelische Schule Frohnau, Berlin

    »Die Charlottenburger Nixen. Emanzipation durch Sport?«

    Tutor: Dr. Sebastian Prüfer

     

    Anne Grabo, 10. Klasse, Lucas-Cranach-Gymnasium, Lutherstadt Wittenberg, Sachsen-Anhalt

    »Die Friedensfahrt ­– sie ›wird das sein, was wir aus ihr machen‹ – Eine Analyse zum größten Amateur-Etappenrennen der Welt im Zeitraum von 1950 bis 1965«

    Über den Geschichtswettbewerb

    Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht.

    Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 150.700 Teilnehmenden und rund 34.800 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen. Auf Landesebene lobt die Körber-Stiftung 500 Preise aus, die bundesweit besten 50 werden zusätzlich auf Bundesebene mit einem Ersten, Zweiten oder Dritten Bundespreis ausgezeichnet.

    Weitere Informationen zu den Preisträger:innen sowie den Ergebnissen

    spurensuchen

    Magazin für historisch-politische Bildung, Ausgabe 35

    Mit den Ergebnissen des Wettbewerbs 2020/21

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