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Bundespräsident und Preisträger des Geschichtswettbewerbs erinnern an sowjetische Kriegsopfer

Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges und steht zugleich als Tag der Befreiung vom nationalsozialistischen Regime.

Im Rahmen einer Gedenkstunde des Deutschen Bundestages wurde heute an den 70. Jahrestag des Kriegsendes in Europa gedacht.

Im brandenburgischen Lebus hat Bundespräsident Joachim Gauck an das Leid sowjetischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg erinnert. Auf der russischen Kriegsgräberstätte haben 4822 gefallene Soldaten der Sowjetarmee – davon sind 3099 unbekannt – ihre letzte Ruhestätte gefunden. Bei einer Gedenkstunde zur Erinnerung an die Kriegstoten der Sowjetunion sprach Gauck über die deutsche Verantwortung der Kriegsverbrechen und die Bedeutung des Gedenkens bis heute. »Dieser Krieg endete nicht, weil Deutschland sich aus eigener Kraft von der Nazi-Diktatur befreit hätte. Er endete, weil Deutschland von den alliierten Truppen militärisch besiegt wurde«, sagt Gauck. »Ich verneige mich vor ihrem Leid und dem Leid und der Leistung derer, die gegen Hitler-Deutschland gekämpft und Deutschland befreit haben.« Zugleich mahnte der Bundespräsident zur gemeinsamen Verantwortung gegen Gewalt und Unrecht anzugehen. Neben den Botschaftern der Länder, die Teil der ehemaligen Sowjetunion waren, nahmen auch Schülerinnen und Schüler an der Gedenkstunde teil – darunter acht Preisträgerinnen und Preisträger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, die sich in ihrem Wettbewerbsbeitrag mit russischer Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkrieges beschäftigt haben. Die Jugendlichen hatten im Anschluss an die Kranzniederlegung die Möglichkeit, mit dem Bundespräsidenten ins Gespräch zu kommen.


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