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Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble verlieh Deutschen Studienpreis 2018

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble verlieh in Berlin als Schirmherr den Deutschen Studienpreis 2018. Die drei mit je 25.000 Euro dotierten ersten Preise gehen in diesem Jahr an die Literaturwissenschaftlerin Silke Braselmann, den Chemiker Johannes Wandt und die Soziologin Anne Christine Holtmann.

Welche gesellschaftlich relevanten Forschungsarbeiten wurden in diesem Jahr ausgezeichnet? Schulamokläufe werden auch als Stoff für Filme und Romane verwendet. Diese prägen nicht nur die Täter, sondern auch gesellschaftliche Vorstellungen über die Taten. Die Literaturwissenschaftlerin Silke Braselmann hat diese Wechselwirkungen untersucht und zeigt, auf welche Weise Literatur und Film im Diskurs zu einem umfassenderen Verständnis der komplexen Taten beitragen können.

Der Chemiker Johannes Wandt hat mehrere Analyse-Verfahren entwickelt, mit denen chemische Vorgänge beim Laden und Entladen von Lithium-Ionen-Zellen in Echtzeit überwacht und optimiert werden können. Damit will er unter anderem die Zeit für das Aufladen der Batterien künftig deutlich verkürzen. Weiterhin arbeitet Wandt an einer Erhöhung der Energiedichte: Neuartige Lithium-Luft-Batterien etwa könnten die Reichweite von E-Mobilen verzehnfachen. Obendrein sind sie deutlich kostengünstiger. 

Die Soziologin Anne Christine Holtmann verglich die Schulsysteme in den USA, Finnland und 35 weiteren Ländern. Ergebnis: Schüler aus benachteiligten Familien lernen mehr in sozial durchmischten Schulen. Dies geht nicht, wie oft vermutet wird, zu Lasten leistungsfähigerer Schüler. Insgesamt wird aber der Einfluss der Schulen oft überschätzt. Wenn man die Chancengleichheit erhöhen will, braucht man deshalb nicht nur Bildungsreformen, sondern muss auch die Ungleichheit zwischen Familien verringern.

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