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Aktuelles
  • Sven Tetzlaff<br />(Foto: Körber-Stiftung /<br />David Ausserhofer)

  • - Meldung

    Den Ersten Weltkrieg durch die Augen der Anderen sehen

    Der Erste Weltkrieg in der historisch-politischen Bildung in Europa ist Thema des Kongresses »Remembering for the Future« am 13. und 14. November in Sarajewo. Eine Keynote von Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung, bildete den inhaltlichen Auftakt der Konferenz.

    Sie wurde von der European Association for the Education of Adults veranstaltet und vom Auswärtigen Amt gefördert.

    Angesichts der sehr fragmentierten Erinnerung in den verschiedenen europäischen Ländern plädierte Tetzlaff für eine historisch-politische Bildungsarbeit, die auf einen Dialog der jeweiligen Geschichtsbilder setzt und darauf, die rein nationale Betrachtungsweise zu verlassen. Die verschiedenen nationalen Erinnerungskulturen sollten einander offen gegenübergestellt werden und durch Quellen aus der Alltagsgeschichte – Tagebücher, Feldpostbriefe, Familienalben – ergänzt werden. »Ziel ist dabei ausdrücklich nicht, ein einheitliches Geschichtsbild für Europa zu entwickeln. Sondern es geht darum, verschiedene Erzählungen miteinander in Beziehung zu setzen, um mehr übereinander zu lernen«, so Sven Tetzlaff.

    Diesen Ansatz verfolgt die Körber-Stiftung seit 15 Jahren mit dem von ihr initiierten europäischen Geschichtsnetzwerk EUSTORY, insbesondere durch jährliche Netzwerktreffen und gemeinsame GeschichtsCamps für Jugendliche aus den mittlerweile 25 Mitgliedsstaaten. Auch die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg war Thema von zwei GeschichtsCamps. Außerdem veranstaltete EUSTORY mehrere Workshops auf dem HistoryCampus »Europe 14|14«, zu dem Körber-Stiftung, Robert Bosch Stiftung und die Bundeszentrale für politische Bildung im Mai 2014 400 junge Menschen aus ganz Europa nach Berlin eingeladen hatten.

    Am 14. November wird EUSTORY-Programmleiterin Gabriele Woidelko in Sarajewo eine Bilanz dieser Veranstaltungen vorstellen und in einem Workshop diskutieren, wie die Auseinandersetzung junger Menschen mit der Bedeutung des Ersten Weltkriegs auch nach dem Gedenkjahr 2014 für die politische Bildung in Europa genutzt werden kann.

    Projektberichte von Teilnehmern auf den Seiten
    des Young History Forum (englisch)
     


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