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Der Geschichtswettbewerb im Tutoren-Check

Was bewirkt der Geschichtswettbewerb im Schulalltag? Rund 20 Jahre nach der letzten Umfrage zum Geschichtswettbewerb aus dem Jahr 1997 wurden Tutorinnen und Tutoren im Sommer 2018 erneut gebeten, zu den Rahmenbedingungen und der Wirksamkeit des Wettbewerbs Auskunft zu geben.

Anke John, Professorin für Geschichtsdidaktik an der Universität Jena, entwickelte gemeinsam mit dem Team des Geschichtswettbewerbs einen Fragebogen, den 392 Tutoren beantwortet haben. Rund 81 Prozent der Tutoren haben demnach erstmals als Lehrerin bzw. Lehrer am Geschichtswettbewerb teilgenommen und sind im Berufsalltag darauf gestoßen. Ihre Motive gestalten sich dabei vielfältig: Mehr als 80 Prozent der Befragten reizt die Motivation der Schülerinnen und Schüler, 64 Prozent schätzen ebenfalls die Möglichkeit, regionalgeschichtlich zu arbeiten und 38 Prozent der Tutoren sehen zudem die Arbeit im Archiv als Pluspunkt an.

Mit Blick auf die Schülerschaft beurteilen Tutoren den Geschichtswettbewerb als eine gute Möglichkeit, historische Kompetenzen zu stärken und sehen fächerübergreifend einen Zugewinn an Teamgeist, Gesprächsfähigkeit, Eigenständigkeit und Selbstorganisation. Deutlich wurde jedoch auch, dass sich die Bedingungen an den Schulen für die Teilnahme am Geschichtswettbewerb maßgeblich unterscheiden. Knapp 60 Prozent der Befragten gaben an, die Teilnahme am Wettbewerb finde vollständig parallel zu schulischen Verpflichtungen in der Freizeit statt. Immerhin 40 Prozent der Tutoren können das Wettbewerbsthema zusätzlich im Rahmen einer AG oder in Profilkursen an ihren Schulen einbinden.

»Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Teilnahme am Geschichtswettbewerb die historischen Kompetenzen und Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler nachhaltig fördert. Zugleich zeigen sie uns, dass sich die schulischen Rahmenbedingungen in den Bundesländern zum Teil erheblich unterscheiden. Unser Ziel ist es, das forschende und entdeckende Lernen stärker in den Schulalltag zu integrieren, und Möglichkeiten in der Kooperation von Schule und außerschulischen Lernorten für die historische Projektarbeit weiter zu unterstützen«, so Carmen Ludwig, Programmleiterin Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

Eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse von Anke John im Magazin spurensuchen (PDF)
Die vollständigen Umfrageergebnisse (PDF)

 


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