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Hintergrund

Der Deutsche Studienpreis zeichnet jährlich die besten deutschen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aller Fachrichtungen aus. Schirmherr ist Bundestagspräsident Norbert Lammert a.D.. Für substanzielle und innovative Forschungsbeiträge vergibt die Körber-Stiftung Preise im Gesamtwert von über 100.000 Euro, darunter drei Spitzenpreise à 25.000 Euro. Der Deutsche Studienpreis zählt damit zu den höchstdotierten wissenschaftlichen Nachwuchspreisen in der Bundesrepublik. Die Ausschreibung richtet sich an Promovierte aller wissenschaftlichen Disziplinen, die mit magna oder summa cum laude promoviert haben.

Neben der fachwissenschaftlichen Exzellenz zählt beim Deutschen Studienpreis vor allem die spezifische gesellschaftliche Bedeutung der jeweiligen Forschungsbeiträge. Gefragt ist dabei weniger die ökonomische Verwertbarkeit, wohl aber der gesamtgesellschaftliche Nutzen wissenschaftlicher Erkenntnis. Der Deutsche Studienpreis ermutigt den wissenschaftlichen Nachwuchs so dazu, den gesellschaftlichen Wert der eigenen Forschungsleistung herauszuheben und sich einer öffentlichen Debatte darüber zu stellen. Daher müssen die Teilnehmer auch kommunikative Qualitäten beweisen. Die Kandidaten, die es in die engere Wahl für den Preis geschafft haben, treten bei einer Auswahltagung auf: In einem Vortrag und einer anschließenden kurzen Debatte müssen sie die Jury von der fachlichen und gesellschaftlichen Bedeutung ihrer Forschungsarbeit überzeugen.

Mit eigenen Veranstaltungen und Publikationen bietet der Deutsche Studienpreis seinen Preisträgern darüber hinaus weitere Möglichkeiten, ihre Forschungsergebnisse auch über die Grenzen wissenschaftlicher Fachkreise hinaus einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. In diesem Sinne versteht sich der Deutsche Studienpreis als eine Plattform für junge Forschung.

Jurierung

Eine aus Mitgliedern des Kuratoriums zusammengesetzte Jury begutachtet die eingereichten Beiträge und wählt daraus – gegebenenfalls unter Einbeziehung externer Expertise – die besten Arbeiten aus. Die Verfasserinnen und Verfasser dieser Beiträge sind dann eingeladen, bei insgesamt drei ganztägigen, nach Fachgruppen getrennten Veranstaltungen ihre Forschungsergebnisse persönlich zu präsentieren und zu verteidigen. Auf dieser Grundlage entscheidet die Jury über die Vergabe der Preise. In jeder der drei Sektionen – in den Sozialwissenschaften, den Natur- und Technikwissenschaften sowie den Geistes- und Kulturwissenschaften – werden je ein Spitzenpreis à 25.000 Euro und zwei zweite Preise à 5.000 Euro verliehen. Die Auszeichnung der Preisträger durch den Bundestagspräsidenten erfolgt im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung in Berlin.

Die Entscheidung der Jury ist endgültig; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schirmherr

»Urteilsfähigkeit und Diskussionsbereitschaft sind demokratische Grundfähigkeiten, auch (Nachwuchs-)Wissenschaftler müssen sie beherrschen. Wie sonst können sie die Gesellschaft von der Relevanz ihrer Forschung, vom Nutzen ihrer Arbeit überzeugen? Es ist ein guter Ansatz, dass der Deutsche Studienpreis nicht nur die fachliche Exzellenz, sondern auch die Kommunikationsfähigkeit junger deutscher Wissenschaftler auszeichnet und damit den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördert.«

Prof. Dr. Norbert Lammert
Präsident des Deutschen Bundestages a.D.

Norbert Lammert, Jahrgang 1948, war 2005 bis 2017 Präsident des Deutschen Bundestages. Er studierte Politikwissenschaft, Soziologie, Neuere Geschichte und Sozialökonomie an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Oxford und promovierte an der Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB. Norbert Lammert ist seit 1980 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2008 Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum.

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