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Dr. Moritz Renner

Die Privatisierung des Rechts

Bei Streitigkeiten im internationalen Wirtschaftsverkehr hat sich in den letzten Jahren eine Praxis herausgebildet, die auf den ersten Blick suspekt erscheint: Anstelle von staatlichen Gerichten übernehmen private, von den Streitparteien selbst beauftragte Schiedsgerichte die Aufgabe der Schlichtung. Kann es dabei gerecht zugehen? Und werden die Interessen Dritter, die Belange des Gemeinwohls angemessen berücksichtigt? Der Jurist Moritz Renner hat diese Fragen nicht nur rechtstheoretisch, sondern auch empirisch untersucht: Er hat über 400 internationale Schiedsgerichtssprüche umfassend ausgewertet und kommt zu dem verblüffenden Ergebnis, dass diese Gemeinwohlinteressen sehr wohl berücksichtigen und zum Teil sogar auf vorbildliche Weise zeigen, wie internationale Standards zum Schutz öffentlicher Interessen aussehen könnten.

Moritz Renner (30) hat Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Padua und der Columbia Law School in New York studiert. Er promovierte an der Universität Bremen, wo er auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Sonderforschungsbereich »Staatlichkeit im Wandel« tätig war. Derzeit ist er Rechtsreferendar am Kammergericht in Berlin und seit 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsches, europäisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse von Moritz Renner finden Sie hier (PDF).
Den Originalwettbewerbsbeitrag von Moritz Renner finden Sie hier (PDF).
Ein kurzes Filmporträt zum Preisträger und seiner Arbeit finden Sie hier.

Dr. Moritz Renner
Promotion an der Universität Bremen

Humboldt-Universität zu Berlin
Juristische Fakultät
Telefon dienstlich 030/2093 3407
E-Mail moritz.renner@rewi.hu-berlin.de

Foto zum Download (JPG, CMYK, als ZIP-Datei)

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