X

Dr. Philip Mader

Zwischen Entwicklungshilfe und Finanzialisierung – Eine kritische Untersuchung der Wirkung von Mikrofinanz nach drei Jahrzehnten

Die Armutsbekämpfung durch Mikrofinanz ist ein weltweit anerkanntes Instrument der marktwirtschaftlichen Entwicklungshilfe. Bei der klassischen Entwicklungshilfe treten reiche Staaten einen Teil ihres Volkseinkommens an ärmere Länder ab, um dort staatliche Investitionen zu fördern. Bei der Mikrofinanz hingegen geht es um die Vergabe von kurzfristigen Krediten an Privatleute. Der Ökonom Philip Mader zeigt, dass dieses Konzept jedoch keineswegs zu wachsendem Wohlstand bei den Kreditnehmern führt – wohl aber bei der Finanzindustrie, die ihren Kunden höchste Zinsen abverlangt und sie dann verschuldet zurücklässt. Mader plädiert für eine Abkehr von dieser ›Finanzialisierung der Armut‹, bei der internationale Finanzakteure erheblichen Mehrwert in Entwicklungsländern abschöpfen, die Armen jedoch arm bleiben.

Philip Mader studierte von 2003 bis 2006 »Economics with Development Studies« an der University of Sussex in Großbritannien. Anschließend absolvierte er den Masterstudiengang »Development Studies« am Darwin College der Universität Cambridge, Großbritannien. 2008 begann er seine Promotion in der Forschungsgruppe »Grenzüberschreitende Institutionenbildung« des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung (MPIfG) und schloss diese 2012 an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ab. Seit Juli 2012 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPIfG in Köln.

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse von Philip Mader finden Sie hier (PDF).
Den Originalwettbewerbsbeitrag von Philip Mader finden Sie hier (PDF).
Ein kurzes Filmporträt zum Preisträger und seiner Arbeit finden Sie hier.

Philip Mader

Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln
Telefon +49 · 221 · 27 67-240
E-Mail mp@mpifg.de

Foto zum Download (JPG)

to top