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Dr. Nicole Isabell Rippin

Effizientere Armutsbekämpfung dank innovativer Armutsmessung

Nicole Rippin befasst sich in ihrer Doktorarbeit mit der Messung von multidimensionaler Armut. Diese basiert bisher, laut Rippin, auf zu ungenauen Verfahren, welche zu politischen Maßnahmen führen können, die zwar die gemessene Armut verringern, jedoch gerade besonders Arme zusätzlich benachteiligen. Sie entwickelte ein neuartiges Armutsmaß, den »korrelationssensitiven Armutsindex« (CSPI), der Mängel weitaus präziser erfasst, da er auch die unterschiedlichen Grade von Armut berücksichtigt, und somit die Verteilungsgerechtigkeit von armutsbekämpfenden Maßnahmen verbessert. Rippin erstellte Armutskarten von Entwicklungs- und Schwellenländern, aber auch von Industriestaaten wie Deutschland, bei denen die Ergebnisse stark von bisherigen Berechnungsmethoden abweichen.

Nicole Isabell Rippin studierte zwischen 1998 und 2003 Volkswirtschaftslehre an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Von 2007 bis 2013 promovierte sie zu dem Thema »Effizienz und Verteilungsgerechtigkeit: Mit innovativer Armutsmessung die Ärmsten erreichen« an der Georg-August-Universität zu Göttingen. Zu dieser Zeit war Nicole Isabell Rippin als Gastwissenschaftlerin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, an der University of Oxford, im Human Development Report Office (HDRO) in New York sowie als Forschungsspezialistin im Sekretariat des »High-level Panel on the Post-2015 Development Agenda« bei den Vereinten Nationen in New York tätig.

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse von Nicole Isabell Rippin finden Sie hier (PDF).
Den Originalwettbewerbsbeitrag von Nicole Isabell Rippin finden Sie hier (PDF).
Ein kurzes Filmporträt zur Preisträgerin und ihrer Arbeit finden Sie hier.

Nicole Isabell Rippin

Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn
Nachhaltige Wirtschafts- und Sozialentwicklung
Telefon +49 · 2222 · 95 26 01
E-Mail nicole.rippin@die-gdi.de

Foto zum Download (JPG)

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