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Dr. Sabine Donauer

Zwischen Plackerei und Selbstverwirklichung – Die Geschichte der »Arbeitsgefühle« im 20. Jahrhundert

Stellenanzeigen vermitteln oft den Eindruck, Arbeit diene vor allem der Sinnstiftung und biete die »Chance zu wachsen«. Nach unserem heutigen Verständnis der Erwerbsarbeit, soll der Einzelne bereit sein, große emotionale Ressourcen in seine Tätigkeit einzubringen. Doch seit wann besteht diese Erwartung seitens der Unternehmen? Seit wann deuten manche Arbeitnehmer ihren Job als Mittel zu emotionaler Erfüllung? Die Historikerin Sabine Donauer untersucht in ihrer Dissertation die Geschichte der Arbeitsgefühle und ihres Wandels im 20. Jahrhundert. Sie zeigt, dass die Art, wie wir heute über Gefühle am Arbeitsplatz reden und nachdenken, das Produkt komplexer historischer, ökonomischer und politischer Entwicklungen ist. Donauer warnt auch davor, Errungenschaften in der Arbeitsgestaltung unbedacht der Rhetorik vom Spaß an der Arbeit zu opfern.

Sabine Donauer studierte von 2002 bis 2007 Europäische Kulturgeschichte an den Universitäten Augsburg, Leiden, Paris I Panthéon-Sorbonne und Oxford. Sie besitzt zudem einen Masterabschluss im Fach Higher Education der Harvard University. Im Jahr 2013 schloss sie ihre Promotion »Emotions at Work – Working on Emotions. On the Production of Economic Selves in Twentieth-Century Germany« an der Freien Universität Berlin (Graduiertenschule Languages of Emotion) und am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung ab. Seit Dezember 2013 ist sie Referentin am Bundesministerium für Bildung und Forschung, Abteilung »Europäische und internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung«.

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse von Sabine Donauer finden Sie hier (PDF).
Den Originalwettbewerbsbeitrag von Sabine Donauer finden Sie hier (PDF).
Ein kurzes Filmporträt zur Preisträgerin und ihrer Arbeit finden Sie hier.

Sabine Donauer

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