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Dr. Astrid Séville

Die Rhetorik von Alternativlosigkeit und Sachzwang – Warum wir eine demokratische Sprache brauchen

TINA-Rhetorik (»There is no alternative«) ist ein allgegenwärtiges Prinzip im politischen Diskurs – und ist vor allem als Kriseninstrument im Einsatz. So wurden beispielsweise die Finanzhilfen für Griechenland in der Eurokrise als alternativlos gerechtfertigt. Durch den Verweis auf Sachzwänge versuchen Politiker ihre Entscheidungen angesichts eines unvorhersehbaren Krisenverlaufs zu legitimieren und die Opposition auf Linie zu bringen. Astrid Séville befand in ihren Untersuchungen eine vorrangig destabilisierende Auswirkung von TINA auf die Demokratie – gerade durch die Unzulässigkeit von abweichenden Diskursen.

Astrid Séville studierte zwischen 2004 und 2010 Politikwissenschaft, Historische Anthropologie und Romanistik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg sowie der Université Denis Diderot in Paris. Von 2011 bis 2015 promovierte sie zu »Sachzwang und Alternativlosigkeit. Eine politische Anamnese« am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Im Anschluss war sie für drei Monate Visiting Fellow am Centre for the Study of History of Political Thought an der Queen Mary University in London (UK). Seit 2011 ist Astrid Séville wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geschwister-Scholl-Institut der LMU.

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse von Astrid Séville finden Sie hier (PDF).

Den Originalwettbewerbsbeitrag von Astrid Séville finden Sie hier (PDF).

Dr. Astrid Séville

Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München
astrid.seville@gsi.uni-muenchen.de

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Filmporträt

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