Die Idee

Der Deutsche Studienpreis zeichnet jährlich die besten deutschen Nachwuchswissenschaftler aller Fachrichtungen aus. Neben der fachwissenschaftlichen Exzellenz zählt vor allem die spezifische gesellschaftliche Bedeutung der Forschungsbeiträge: Die jungen Wissenschaftler werden dazu ermutigt, den gesellschaftlichen Wert der eigenen Forschungsleistung herauszuheben und sich einer öffentlichen Debatte darüber zu stellen. Schirmherr des Deutschen Studienpreis ist Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

Für substanzielle und innovative Forschungsbeiträge vergibt die Körber-Stiftung Preise im Gesamtwert von über 100.000 Euro, darunter drei Spitzenpreise à 25.000 Euro. Der Deutsche Studienpreis zählt damit zu den höchstdotierten wissenschaftlichen Nachwuchspreisen in der Bundesrepublik. Die Ausschreibung richtet sich an Promovierte aller wissenschaftlichen Disziplinen, die mit magna oder summa cum laude promoviert haben.

Neben der fachwissenschaftlichen Exzellenz zählt beim Deutschen Studienpreis vor allem die spezifische gesellschaftliche Bedeutung der jeweiligen Forschungsbeiträge. Gefragt ist dabei weniger die ökonomische Verwertbarkeit, wohl aber der gesamtgesellschaftliche Nutzen wissenschaftlicher Erkenntnis. Der Deutsche Studienpreis ermutigt den wissenschaftlichen Nachwuchs so dazu, den gesellschaftlichen Wert der eigenen Forschungsleistung herauszuheben und sich einer öffentlichen Debatte darüber zu stellen. Daher müssen die Teilnehmer auch kommunikative Qualitäten beweisen. Die Kandidaten, die es in die engere Wahl für den Preis geschafft haben, treten bei einer Auswahltagung auf: In einem Vortrag und einer anschließenden kurzen Debatte müssen sie die Jury von der fachlichen und gesellschaftlichen Bedeutung ihrer Forschungsarbeit überzeugen.

Mit eigenen Veranstaltungen und Publikationen bietet der Deutsche Studienpreis seinen Preisträgern darüber hinaus weitere Möglichkeiten, ihre Forschungsergebnisse auch über die Grenzen wissenschaftlicher Fachkreise hinaus einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. In diesem Sinne versteht sich der Deutsche Studienpreis als eine Plattform für junge Forschung.

Jurierung

Eine aus Mitgliedern des Kuratoriums zusammengesetzte Jury begutachtet die eingereichten Beiträge und wählt daraus – gegebenenfalls unter Einbeziehung externer Expertise – die besten Arbeiten aus. Die Verfasserinnen und Verfasser dieser Beiträge sind dann eingeladen, bei insgesamt drei ganztägigen, nach Fachgruppen getrennten Veranstaltungen ihre Forschungsergebnisse persönlich zu präsentieren und zu verteidigen. Auf dieser Grundlage entscheidet die Jury über die Vergabe der Preise. In jeder der drei Sektionen – in den Sozialwissenschaften, den Natur- und Technikwissenschaften sowie den Geistes- und Kulturwissenschaften – werden je ein Spitzenpreis à 25.000 Euro und zwei zweite Preise à 5.000 Euro verliehen. Die Auszeichnung der Preisträger durch den Bundestagspräsidenten erfolgt im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung in Berlin.

Die Entscheidung der Jury ist endgültig; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

zum Kuratorium

Meldungen


Meldung

Bis zum 1. März konnten sich Promovierte mit ihren Dissertationsprojekten für den Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung bewerben. 489 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen dem Aufruf des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble nach. Zu den Forschungsthemen gehört emissionsfreie Luftfahrt ebenso wie soziale Roboter.

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Meldung

Wissenschaftskommunikation ist wichtiger als je zuvor. Allerdings wird sie auch komplexer, denn an der Autorität der Wissenschaft wird schneller gezweifelt. Wie sollte der Dialog mit der Öffentlichkeit durch Forschende heute aussehen? Welche besonderen Bedingungen gelten dabei für den wissenschaftlichen Nachwuchs?

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Fotogalerie

  • Studienpreisträgerin Anne Christine Holtmann diskutiert ihre Forschungsergebnisse mit Abgeordneten des Deutschen Bundestag in »Eine Stunde junge Wissenschaft«   Foto: Gesine Born  
  • Finalist Thomas Seel präsentiert sein Forschungsprojekt vor der Jury der Sektion Natur- und Technikwissenschaften   Foto: David Ausserhofer  
  • Jurymitglied Marion A. Weissenberger-Eibl bei der Abschlusspräsentation der Sektion Sozialwissenschaften   Foto: André Wagenzik  
  • Kuratoriumsvorsitzender Eckhard Nagel   Foto: André Wagenzik  
  • Studienpreisträgerin Ines Schreiver bei der Präsentation ihres Beitrages in der Sektion Natur- und Technikwissenschaft   Foto: André Wagenzik  
  • Jurymitglied Peter-André Alt bei der Abschlusspräsentation der Sektion Geistes- und Kulturwissenschaft   Foto: David Ausserhofer  
  • Studienpreisträgerin Katharina Neumann bei der Preisverleihung in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin   Foto: Gesine Born  
  • Bundestagspräsident und Schirmherr des Deutschen Studienpreises Wolfgang Schäuble bei der Preisverleihung in Berlin   Foto: Gesine Born  
  • Preisträgerinnen und Preisträger des Studienpreises 2019 mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Eckhard Nagel (l.), Vorstandsvorsitzenden der Körber-Stiftung Lothar Dittmar (2.v.l.) und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (Mitte)   Foto: Gesine Born  
  • Kontakt

    Friederike Schneider
    Programmleiterin
    Deutscher Studienpreis; Global University Leaders Council Hamburg

    Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 151
    E-Mail schneider@koerber-stiftung.de

    Nina Ritter
    Programm-Managerin
    Deutscher Studienpreis; Global University Leaders Council Hamburg

    Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 150
    E-Mail ritter@koerber-stiftung.de

    Petra Althelmig
    Office-Managerin
    Deutscher Studienpreis

    Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 194
    E-Mail althelmig@koerber-stiftung.de

    Sabine Stutterheim
    Office-Managerin
    Deutscher Studienpreis; Global University Leaders Council Hamburg

    Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 143
    E-Mail stutterheim@koerber-stiftung.de


    »Wissenschaft und Gesellschaft: Ein vertrauensvoller Dialog«

    Was hilft gegen die Vertrauenskrise? Dieser und weiteren Fragen widmet sich die aktuelle Herausgeberschrift »Wissenschaft und Gesellschaft: Ein vertrauensvoller Dialog« mit Beiträgen von Manuel J. Hartung (ZEIT), Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, Friederike Schneider (Körber-Stiftung) u.a.

    Frei verfügbares e-Book (PDF)