X
   

Aktuelles


Meldung

Deutschlands neue Verantwortung

Nach den Weckrufen von Bundespräsident, Bundesaußenminister und Bundesverteidigungs­ministerin auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 habe Deutschland heute in einem Maß internationale Verantwortung übernommen, das früher undenkbar erschien, sagt Thomas Paulsen, Vorstand der Körber-Stiftung.

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2017 ist vorüber. Bill Gates, Ursula von der Leyen, Gerd Müller, Wolfgang Ischinger, Dirk Messner und Michael Schaefer präsentierten dort das Buch  »Deutschlands Neue Verantwortung«, in dem sich auch Thomas Paulsen, Vorstand der Körber-Stiftung, über Deutschlands neues Selbstverständnis in der Verteidigungspolitik äußert.

»Besonders deutlich war die deutsche Bereitschaft, eine Führungsrolle zu übernehmen, auch in der Ukrainekrise. Ohne Deutschland – im engen Schulterschluss mit Frankreich – hätte es keine Einigung und kein zweites Minsker Abkommen gegeben«, betont Paulsen. »Und ohne Deutschland hätte auch die EU keine gemeinsame Linie in der Frage der Sanktionen gegen Russland gefunden. Die von den USA und anderen Staaten erwogenen Waffenlieferungen an die ukrainische Regierung lehnte Kanzlerin Merkel ab – und setzt sich damit durch. Dass in der Russland- und Ukrainepolitik nicht die USA die Richtung vorgeben, wäre vor nicht allzu langer Zeit kaum vorstellbar gewesen. Das Beispiel zeigt auch, dass bei entsprechendem Engagement und Willen wirksame Außenpolitik in Europa auch ohne Führung durch die USA möglich ist. Eine Erkenntnis, die angesichts der Unsicherheiten über die Stabilität der trans­atlantischen Beziehungen nach den US-Präsident­schaftswahlen noch an Bedeutung gewonnen hat.«

Lesen Sie den ganzen Beitrag


to top