X
   
Aktuelles

Meldung

Deutschlands Verantwortung für den Völkermord an Herero und Nama

Das erste Körber History Forum wird im September den Umgang mit der Kolonialgeschichte aufgreifen. Sven Tetzlaff, Bereichsleiter Bildung, sprach mit Jürgen Zimmerer, Professor für die Geschichte Afrikas an der Universität Hamburg, über die Kriege im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika.

Vor wenigen Tagen ist der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit mit Namibia, Ruprecht Polenz, nach Windhoek gereist, um mit der Regierung über eine Erklärung zu verhandeln, in der die Niederschlagung des Aufstandes der Herero und Nama offiziell von deutscher Seite als Völkermord bezeichnet wird. Hintergrund: Von 1904 bis 1908 schlug die deutsche Kolonialmacht in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, Aufstände der Völker Herero und Nama gewaltsam nieder. Experten gelten diese Verbrechen der Deutschen als erster Genozid des 20. Jahrhunderts.

Mit Jürgen Zimmerer, Professor für die Geschichte Afrikas an der Universität Hamburg, sprach Sven Tetzlaff, Bereichsleiter Bildung, über die Verantwortung der deutschen Politik und den Umgang mit der Kolonialgeschichte. Zimmerer leitet die Forschungsstelle »Hamburgs (post) koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung«, die im Rahmen einer öffentlichen Ringvorlesung die Hamburger Kolonialgeschichte in afrikanischen Staaten wissenschaftlich aufarbeitet.

Das Körber History Forum findet vom 9. bis 11. September in Berlin statt. Jürgen Zimmerer wird dort gemeinsam mit Pankaj Mishra und Becky Nana Ayebia Clarke über das Thema »Das koloniale Erbe. Spielarten und Spätfolgen europäischer Expansion« diskutieren.


to top