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Die alternde Gesellschaft lokal gestalten

Was brauchen Städte, um für alle Generationen lebenswert zu sein? Wie entwickeln lokale Akteure in den öffentlichen Verwaltungen neue kreative Ansätze für die Gestaltung der alternden Gesellschaft? Der britische Städteforscher Charles Landry stellt seine Visionen auf dem 9. Körber Demografie-Symposium am 14. und 15. November vor.

»Die Babyboomer gehen in Rente. Die alternde Gesellschaft lokal gestalten« ist der Titel des diesjährigen Körber Demografie-Symposiums, das sich an Gestalterinnen und Gestalter des demografischen Wandels in den Kommunen richtet.

Zwischen 2018 und 2031 gehen mit den geburtenstarken Jahrgängen der 1950er und 1960er mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen in Rente. Das hat Auswirkungen auf die Städte und Gemeinden. Neben der Versorgung der älteren Bevölkerung wird vor allem ihre gesellschaftliche Teilhabe eine immer größere Rolle spielen. Die Babyboomer verfügen nicht nur über wertvolle Erfahrungen, sie bringen auch einen großen Gestaltungswillen mit. Der Anstieg der Bürgerbewegungen und der Ruf nach mehr partizipativen Verfahren ist ein Spiegelbild dafür. Gleichzeitig verfügt die öffentliche Hand über immer weniger Ressourcen, um auf die wachsenden Bedürfnisse zu reagieren.

Mit welchen Strategien können Entscheiderinnen und Entscheider in den Städten und Gemeinden diesem Wandel begegnen? Charles Landrys Antwort lautet: unkonventionelle Lösungen finden. Städte und Regionen, die auch in Zukunft erfolgreich und lebenswert sein wollen, müssen in der Lage sein, kreatives Potenzial auszubilden, anzuziehen und zu halten. Dazu brauche es eine Bürokratie, die eine unverwechselbare Führungsrolle zurückgewinnen kann, aber in dem Kontext des 21. Jahrhunderts formuliert werde. Um alle Möglichkeiten und Potenziale auszuschöpfen, müssen wir, so Landry, »die Dinge von einer ‚Nein, weil‘-Kultur hin zu einer ‚Ja, wenn‘- Kultur verlagern«.

Beim Körber Demografie-Symposium treffen sich ca. 120 Vertreter aus Verwaltung und Politik sowie von Unternehmen, Bildungsträgern und Vereinen, um sich über gute Lösungen für altersgerechte Kommunen auszutauschen. Vordenkerinnen und Vordenker aus dem In- und Ausland zeigen, was Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu einem guten Zusammenleben vor Ort beitragen können.

zum Körber Demografie-Symposium


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