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Die »Engagierte Stadt« im Jahrbuch Engagementpolitik 2016

Karin Haist, Bereichsleiterin des Bereichs Gesellschaft der Körber-Stiftung, stellt im Jahrbuch für Engagementpolitik 2016 das Netzwerkprogramm »Engagierte Stadt« vor, ein Modell, das aus ihrer Sicht für einen Perspektivwechsel in der Engagementförderung steht.

Engagement findet vor allem vor Ort in den Städten und Gemeinden statt. In Deutschland gibt es rund 3500 Einrichtungen, die sich besonders der Unterstützung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements vor Ort widmen. Das Potenzial ist groß. Karin Haist erläutert, dass diese Organisationen jedoch oft unzureichend ausgestattet sind, kaum wahrgenommen werden und nur wenig Kapazität zur Vernetzung haben. Benötigt würden Anlaufstellen, Netzwerke, Organisation und Ressourcen. Unter dem Titel »Engagierte Stadt« haben fünf Stiftungen, ein Unternehmen und ein Ministerium 2015 deshalb ein innovatives Netzwerkprogramm gestartet: die Bertelsmann Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt, die Herbert Quandt-Stiftung, die Körber-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, der Generali  Zukunftsfonds und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

»Die »Engagierte Stadt« setzt auf vorhandene lokale Zentren für Engagement und deren Potenzial, Engagement vor Ort zu entwickeln und zu fördern«, so Karin Haist. Das Leitbild der »Engagierten Stadt« sei ein Gemeinwesen, in dem Engagement und Beteiligung für alle möglich sind und in dem stabile Strukturen für Engagement vorhanden sind: Anlaufstellen für Engagierte, koordinierte Aktivitäten und eine lokale Engagementstrategie ebenso wie breite Bündnisse und sektorenübergreifende Förderung. Um dies zu erreichen, möchte die »Engagierte Stadt« als Organisationsentwicklerin wirken. Die 50 Teilnehmer definieren ihre Bedarfe selbst und sie erhalten Unterstützung durch Beratung und Begleitung in Konzeptentwicklung, Zieldefinition, der Erstellung eines Finanzplans, Wirkungsanalyse und Partnergewinnung. Die »Engagierte Stadt« befähigt so ihre Teilnehmer, in der eigenen Kommune Prozesse zu starten, die auf Partizipation, Vernetzung und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.


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