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Die Entscheidungen für den Deutschen Studienpreis 2017 sind gefallen

Der Materialforscher Volker Strauss (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), der Historiker Sebastian Schlund (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) sowie die Politologin Julia Strasheim (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg / GIGA German Institute of Global and Area Studies) sind die Preisträger des Deutschen Studienpreises 2017.

Die drei mit je 25.000 Euro dotierten Spitzenpreise werden verliehen für Forschungen zu biologisch abbaubaren Computer-Chips aus Kohlenstoff, zur Geschichte des Behindertensports und zur Friedenssicherung nach Gewaltkonflikten.

Volker Strauss erforscht Kohlenstoffnanopartikel – potenzielle Grundbausteine kostengünstiger und voll recycelbarer elektronischer Bauelemente. Die Nanopartikel könnten eines Tages aus Kohlendioxid, das der Luft entzogen wird, hergestellt werden – nach dem Vorbild pflanzlicher Photosynthese.

Sebastian Schlund betrachtete die Geschichte des deutschen Behindertensports (1950 bis 1990), der nach 1945 vorrangig dazu diente, männliche Kriegsversehrte ins Erwerbsleben zurückzuführen. Erst Anfang der 1970er öffnete die sozialliberale Koalition den Behindertensport auch anderen behinderten Menschen, was deren Integration förderte.

Julia Strasheim hat 62 Übergangsregierungen zwischen 1989 und 2012 empirisch untersucht, beispielweise in Afghanistan und Nepal. Ergebnis: Nur wenn Übergangsregierungen zusätzlich die Konfliktparteien entwaffnen, Kriegsverwaltungen auflösen und die Zivilbevölkerung einbinden, brechen die alten Konflikte nicht schon bald wieder aus.

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