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Die Preisträger des Deutschen Studienpreises 2016 stehen fest

Die Preisträger des Deutschen Studienpreises 2016 sind die Maschinenbauingenieurin Elisabeth Wilhelm (Karlsruher Institut für Technologie), die Politologin Astrid Séville (Ludwig-Maximilians-Universität München) und der Jurist Tom Pleiner (Universität Augsburg).

Sie bekommen die Spitzenpreise zu je 25.000 Euro.

Die Politikwissenschaftlerin Astrid Séville untersuchte die sogenannte TINA-Rhetorik (»There is no alternative«) als moderne Regierungstechnik und beschreibt deren Effekte unter anderem am Beispiel des EU-Krisenmanagements: Politiker stellen ihre Entscheidungen als einzig vernünftige oder moralisch gebotene dar, Widerspruch erscheint als irrational und illegitim. Eine offene politische Diskussion findet nicht mehr statt, was letztlich zu Politikverdrossenheit und dem Erstarken extremer Parteien führt.

Ob Piktogramme, Touch-Screen oder Emoticon – digitale Grafiken sollen die Bedienung von Computer und Smartphone erleichtern. Für Sehgeschädigte erschweren sie jedoch die Nutzung. Die Ingenieurin Elisabeth Wilhelm entwickelte ein grafikfähiges Computer-Display für Blinde, das grafische Inhalte fühlbar anzeigt.

Für die Energiewende ist ein Netzausbau zwingend. Gegen neue Stromtrassen regt sich jedoch der Unmut von Anwohnern und Umweltverbänden. Der Jurist Tom Pleiner hat in seiner Dissertation die relevanten rechtlichen Vorschriften und die Verwaltungspraxis ausgewertet und einen überzeugenden Lösungsvorschlag entwickelt: Das Recht muss der Überplanung des großen Bestandes alter Leitungen konsequent den Vorzug gegenüber dem Bau von neuen Trassen geben.

Die Preise werden am 8. November vom Schirmherrn des Deutschen Studienpreises, Bundestagspräsident Norbert Lammert, in Berlin überreicht.

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