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Dividenden eines langen Lebens

»Capturing the Longevity Dividend« ist der Titel einer Session der 14. globalen Alterskonferenz der International Federation of Ageing in Toronto. Karin Haist stellt dort vor, wie die Körber-Stiftung durch ihre Projekte, Publikationen und Veranstaltungen die Zielgruppe 60plus ermutigt, ihre Talente in die Gestaltung der Gesellschaft einzubringen.

Fast 2000 Teilnehmer kommen vom 8. bis 10. August zur 14. globalen Alterskonferenz der International Federation of Ageing nach Toronto. Unter den internationalen Altersexperten sind auch Susanne Kutz, Leiterin des Bereichs Alter und Demografie der Körber-Stiftung, und Karin Haist, die für die nationalen Demografieprojekte der Stiftung verantwortlich ist.

Karin Haist moderiert in Toronto ein internationales Podium: Vertreterinnen aus vier Ländern teilen ihre Erfahrungen darüber, wie sie die gesellschaftlichen Potenziale der Älteren erschließen. Eine »Encore Career« starten – so lautet in den USA der geflügelte Begriff dafür, dass Menschen im Alter Arbeit und Engagement mit sozialem Mehrwert verbinden, zum Wohl der Gesellschaft, aber auch mit großem individuellem Gewinn. Geprägt hat diesen Begriff die gemeinnützige Organisation »Encore.org«, durch Betsy Werley in der Gesprächsrunde in Toronto vertreten.

Die Erfahrungen aus Großbritannien steuert Carrie Deacon von der Stiftung Nesta in London bei. Nesta nähert sich der Zielgruppe der Älteren über den eigentlichen Stiftungsfokus, nämlich Innovationen für die Gesellschaft von morgen zu fördern – und dafür sieht Nesta in der Gruppe der über 50-Jährigen Menschen ein unerschöpfliches Potenzial an Talenten, Zeit und Engagement.

Von allen auf dem Podium vertretenen Ländern hat Südkorea den am weitesten fortgeschrittenen Alterungsprozess: 2045 werden dort 40 Prozent der Bevölkerung über 60 sein – zum Vergleich: für Deutschland werden für das gleiche Jahr 30 Prozent prognostiziert. Grund genug für die 11-Millionen-Stadt Seoul, einen Masterplan aufzulegen, den »Comprehensive Plan for the 50+Assistance«. In diesen Plan ist die Seoul 50 Plus Foundation als Thinktank und operativer Arm direkt eingebunden.

Eunjeong Lee berichtet in Toronto über die Erkenntnisse der Stiftung, dass alle Bürgerinnen und Bürger über 50 konkrete Beratung erhalten sollen, um sich auf ihr Leben, Arbeiten und Engagement im Alter vorzubereiten. Seounju Koh betreibt eine solche umfassende Lebensberatungs- und Lernplattform: einen »50+ Campus« – viele weitere davon sind in der Stadt geplant.

Weitere Informationen zur Global Conference on Ageing in Toronto


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