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eCommemoration
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    Switchboard Event: History in Videogames

    Welche Möglichkeiten bieten Videospiele für die Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit? Gemeinsam mit unseren Referenten Vít Šisler und Angela Schwarz sprechen wir darüber, wie Geschichte in Videogames erschaffen wird und wie Spielende aktiv die Vergangenheit ergründen. Diskutieren Sie am 3. Juni mit in unserem Online Switchboard Event.

    History in Videogames – Imagined authenticity and player agency

    Donnerstag, 3. Juni 2021, 15-16 Uhr, via Zoom
    Anmeldung hier

    Welche Möglichkeiten bieten Videospiele für die Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit? Wie erleichtern Games historisches Lernen? Wie können durch Games ein neues, jüngeres und breiteres Publikum erreicht werden? Was werden wir künftig über eine spiel- und erlebbare Vergangenheit lernen, die wir selbst gestaltet haben?

    Diese Fragen wollen wir am Donnerstag, 3. Juni 2021, von 15-16 Uhr via Zoom diskutieren – gemeinsam mit Vít Šisler, Assistenzprofessor für New Media Studies an der Karls-Universität Prag, Mitgründer von Charles Games sowie Lead Game Designer von "Attentat 1942", und Angela Schwarz, Professorin für Neuere und Neueste Geschichte mit Fokus auf die Erforschung von Geschichte in Games an der Universität Siegen.

    Videogames sind mittlerweile fester Bestandteil unseres Alltags und Lernens und bieten neue Möglichkeiten für die historische und politische Bildung. Da Zeitzeugen nicht ewig aus erster Hand berichten können, werden interaktive Darstellungen der Geschichte immer wichtiger für jüngere Generationen, die verstehen wollen, wie Individuen angesichts historischer Herausforderungen gehandelt haben. Immersive Games teleportieren Spielende in packende Versionen der Vergangenheit, die in dieser Ausführlichkeit nur den Zeitgenossen bekannt war.  Welche Chancen birgt es, wenn Spielenden nicht mehr nur bloße Empfänger sind, sondern im Spiel eine eigene Handlungsmacht besitzen und Geschichte aktiv ergründen können?

    Diese Entwicklung birgt aber auch neue Herausforderungen, wenn die Macher von Videogames hyperrealistische Versionen der Vergangenheit künstlich erschaffen und diese auf Spiellogik, Spannung und Erwartungshaltungen des Publikums anpassen. Wie wollen wir als Gesellschaften mit diesen Versionen von Geschichte umgehen und sicherstellen, dass die Vergangenheit nicht verzerrt wird? 

    Wir laden herzlich zum Mitdiskutieren ein! Melden Sie sich hier an.

    eCommemoration Switchboard

    Wie in Telefonzentralen von „damals“ verbinden wir Menschen und Ideen aus verschiedenen Ländern, Disziplinen oder Generationen. Bei diesen einstündigen Diskussionen mit spannenden Referenten wollen wir gemeinsam neue Perspektiven auf die Chancen und Gefahren des digitalen Gedenkens entwickeln.

    Unsere Referenten:

    Vít Šisler ist Assistenzprofessor für New Media Studies an der Karls-Universität in Prag, wo er sich mit kritischen Ansätzen an der Schnittstelle von Kultur und digitalen Medien befasst. Er ist Mitbegründer des auf Serious Games spezialisierten Studios Charles Games und war Lead Game Designer von des preisgekrönten Spiels „Attentat 1942“, das die Geschichte der Nazi-Besetzung der Tschechoslowakei aus der Sicht von Überlebenden erzählt.

    Angela Schwarz ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Siegen. Ihr breites Forschungsspektrum umfasst die europäische Geschichte sowie die Kultur- und Mediengeschichte mit einem besonderen Fokus auf Geschichte in Videospielen. Sie ist eine Vorreiterin der historischen Videospielforschung und hat umfangreich über die Popularisierung von Geschichte in Massenmedien wie Zeitungen und Spielen publiziert.

    Moderiert wird das Switchboard von Fiona Fritz, Leiterin des eCommemoration Programms der Körber-Stiftung.


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