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  • Die Ehrenamtsmesse in Ahrensburg war gut besucht (Foto: Runge/Nethe)
  • - Meldung

    Eine Messe für das Ehrenamt

    Ehrenamtsmessen oder Freiwilligenbörsen wollen interessierte Menschen und gemeinnützige Projekte zusammenbringen. Auch die »Engagierte Stadt« Ahrensburg fördert diesen Vernetzungseffekt, mit Erfolg. Ihre Messe zeigte im Kleinen vieles, was das Programm »Engagierte Stadt« ausmacht: eine bleibende Engagementlandschaft vor Ort aufzubauen.

    Dass Netzwerkarbeit im bürgerschaftlichen Engagement wichtig ist, steht heute außer Frage. Deshalb setzt auch das bei der Körber-Stiftung angesiedelte Förderprogramm »Engagierte Stadt« explizit auf die Vernetzung wichtiger Akteure vor Ort. Dazu dienen auch Ehrenamtsmessen, die der Stadtöffentlichkeit das breite Tableau an Engagementmöglichkeiten vor Ort aufzeigen. Nicht anders war dies bei der von der »Engagierten Stadt« Ahrensburg organisierten Ehrenamtsmesse, an der auch der »Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensburg e.V.« teilnahm.

    Zu diesem Zeitpunkt stand der Verein vor der Herausforderung, Schwimmlernkurse für Flüchtlingskinder anbieten zu wollen – neben Fußball die sportliche Aktivität, die am meisten nachgefragt wird. Doch im Gegensatz zu Fußball, der auf jedem Bolzplatz gespielt werden kann, sind Schwimmlernkurse anspruchsvoller zu organisieren. Regina Will, seit vier Jahren beim »Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensburg e.V.« und dort zuständig für die sportlichen Belange, fragte vielerorts nach, kam aber nicht so recht weiter: »Um es mal flapsig auszudrücken, für Schwimmkurse benötigt man dreierlei: Kinder, Lehrer und Wasser. Ersteres ist kein Problem, aber Lehrer und Wasser sind schwierig zu finden in Ahrensburg.« Die Schwimmbecken waren belegt, die Schwimmlehrer ausgebucht.

    Den Durchbruch brachte dann die von der Engagierten Stadt Ahrensburg organisierte Ehrenamtsmesse. Dort traf Britta Ritterhoff, ebenfalls vom »Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensburg e.V.«, bei ihrem Standdienst Günter Feigl vom SSC Hagen Ahrensburg, einem der großen Sportvereine im Ort. »Günter Feigl gab dann den entscheidenden Hinweis, wo wir noch Zeiten in einem Kursbecken und eine Schwimmlehrerin bekommen könnten«, erinnert sich Britta Ritterhoff. »Die Info habe ich dann natürlich sofort an Regina Will weitergegeben.« Somit kamen Kinder, Lehrer und Wasser in Ahrensburg doch noch zusammen.

    Anne-Rose Sieland von der »Engagierten Stadt« Ahrensburg sieht sich darin bestätigt, dass die Idee der Ehrenamtsmesse voll aufgegangen ist: »Natürlich geht es bei der Ehrenamtsmesse zunächst einmal darum, interessierte Menschen und gemeinnützige Projekte zusammenzubringen. Doch der Vernetzungseffekt unseres permanenten Einsatzes ist für Projekte und Vereine untereinander immer wieder für viele überraschend hilfreich – wie die Schwimmkurse für Flüchtlingskinder in Ahrensburg ganz klar zeigen«. Ehrenamtsmessen zeigen also im Kleinen vieles, was das Programm »Engagierte Stadt« ausmacht: Die entscheidenden Akteure zusammenzubringen, Öffentlichkeit zu schaffen, Ansprechpartner und Kümmerer zu sein, letztlich: eine bleibende Engagementlandschaft  vor Ort aufzubauen.

    Die »Engagierte Stadt« ist ein gemeinsames Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums, der Bethe-Stiftung, der Bertelsmann-Stiftung, der Breuninger-Stiftung, der Joachim Herz Stiftung, der Körber-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung.

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