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    Eine Rose für mehr Miteinander

    Zum Valentinstag ruft die Körber-Stiftung zu mehr Miteinander auf – und zum Basteln! Jede/r kann aktiv werden und seinen älteren und jüngeren Mitmenschen mit einer Rose für mehr Miteinander eine Freude machen. Gerade zu Zeiten, in denen Kontaktbeschränkungen und Abstand die Vereinsamung vieler Menschen steigern.

    Es ist der Tag der Liebe: Weltweit wird am 14. Februar jeden Jahres zum Valentinstag Zuneigung gezeigt. Die Rose ist dazu eines der stärksten Symbole, doch stehen sie und der Valentinstag nicht nur für die romantische Liebe. „Ebenso wie in Schweden, Finnland oder Lateinamerika der 14. Februar als Tag der Herzen, Freundschaft und Verbundenheit gefeiert wird, wollen wir zum Valentinstag im Lockdown zu mehr Miteinander aufrufen“, sagt Doris Kreinhöfer, stellvertretende Leiterin des Haus im Park der Körber-Stiftung. Sie ermutigt zur kleinen Geste: „Basteln Sie eine Rose und schicken Sie sie mit einem persönlichen Gruß an eine Person, die Ihnen nahesteht. Das kann die Enkelin sein, die lange nicht mehr ihre Großeltern sehen konnte, oder der ältere Nachbar, der durch die Pandemie deutlich weniger Kontakt hat. Egal ob jung für alt oder alt für jung: Wir können etwas füreinander tun und das beginnt mit Aufmerksamkeit.“

    Bastelanleitung Rose hier herunterladen 

    Einsamkeit und Corona: Eine fatale Paarung

    Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und dem Beginn der damit verbundenen Einschränkungen in Deutschland sind Einsamkeit und soziale Isolation sprunghaft angestiegen. Laut Studien wie der Weleda Trendforschung fühlt sich seit Corona im Schnitt jede/r Dritte mindestens einmal in der Woche einsam. Im Vorjahr 2019 war es noch jede/r Fünfte. „Die Forschung zeigt, dass vor allem bei den 18 bis 29-Jährigen der größte Anstieg beim Einsamkeitsempfinden stattfand. Gleichzeitig jedoch war und ist vor allem die besonders vulnerable Gruppe der hochaltrigen Bewohner/innen von Alterswohnanlagen durch Schutzmaßnahmen besonders stark isoliert. Beides hat Konsequenzen“, führt Kreinhöfer aus.

    Alterseinsamkeit kostet, das zeigt die Studie "(Gem)einsame Stadt" der Körber-Stiftung: Die Gesundheit nimmt Schaden, denn Einsamkeit kann zu Bluthochdruck, Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Außerdem werden einsame Menschen früher pflegebedürftig, die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken steigt um 40 Prozent. In der Folge steigen die Kosten für Pflege und medizinische Versorgung. Prävention gegen Einsamkeit ist damit Prävention gegen Krankheit. Es gilt – individuell wie gesellschaftlich – stabile soziale Beziehungen und die aktive Teilhabe älterer Menschen am Gemeinschaftsleben zu fördern.

    Freiwilliges Engagement für gutes Leben im Alter

    Immer mehr Menschen wollen sich in der zweiten Lebenshälfte und nach dem Beruf einbringen und die Gesellschaft gemeinnützig mitgestalten. „Das ist nicht nur gut für andere, sondern für die Engagierten selbst: Sie haben stabilere soziale Netzwerke, fühlen sich gebraucht, bleiben aktiv. Deshalb ist es wichtig, Ältere  nicht als vermeintliche Risikogruppe auszuschließen, sondern sie einzubinden und ihr Engagement auch während der Kontakteinschränkungen zu ermöglichen“, erklärt Morten Jendryschik, Programm-Manager Engagiertes Bergedorf bei der Körber-Stiftung.

    Am Standort Bergedorf geschieht das unter anderem durch den Besuchsdienst und die Bergedorfer Strippe. Letztere vernetzt Menschen vorrangig der Generationen 50 plus in Telefonpartnerschaften. Die Tandems tauschen sich regelmäßig auf Augenhöhe miteinander aus und sorgen für Abwechslung im Alltag und Kontakt mit anderen. Interessierte können sich jederzeit  unter 040 / 72 57 02 88 anmelden und mitmachen. Außerdem begleiten Engagierte innerhalb des Digital Kompass ältere Mitmenschen in die Welt von Smartphone & Co und helfen dabei, während Corona zum Beispiel per Videokonferenz mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben.

     


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