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Encore 2016: Globale Strategien zur Nutzung der Potenziale Älterer

Die Encore-Bewegung in den USA setzt auf die Potenziale älterer Menschen – wie auch die Körber-Stiftung. Karin Haist, Leiterin des Bereichs Gesellschaft, besuchte die große Jahreskonferenz »Encore 2016« in San Francisco.

Sie berichtete beim Panel »How is the growing interest in encore being integrated by business, communities and institutions globally?« von der Arbeit der Stiftung und der alternden Gesellschaft in Deutschland.

In ihrem Kultur- und Begegnungszentrum für Ältere, dem Haus im Park, so Karin Haist, begegne die Körber-Stiftung schon seit vielen Jahrzehnten älteren Menschen, die ihre Erfahrungen und Kompetenzen zum Wohl der Gesellschaft in gesellschaftliches Engagement, das Miteinander der Generationen und die Arbeitswelt einbrächten. Weil Alterung und demografischer Wandel aber insgesamt in Deutschland noch zu sehr als Problem gesehen würden, adressiere die Stiftung auch gesellschaftliche Entscheider – um in der Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Unternehmenswelt für die Potenziale des Alters zu werben.

Auf der Konferenz trafen sich rund 500 Multiplikatoren und Meinungsführer aus den USA und vielen anderen Ländern. Es wurde klar: Der demografische Wandel ist ein globales Phänomen – und so unterschiedlich er sich in verschiedenen Ländern manifestiert, so sinnvoll ist es, bei seiner Bewältigung Ältere nicht als Last, sondern als Teil der Lösung zu sehen. In den USA zum Beispiel werden bereits im Jahr 2030 mehr Amerikaner über 65 als unter 15 Jahre alt sein. Hierin sieht die „Encore-Bewegung“ eine große Chance:  Jene, die die Lebensmitte bereits überschritten haben, verfügen über Fähigkeiten und Wissen, um dringende gesellschaftliche Probleme anzugehen und so weiterhin (frz. »encore«) einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Auf diese Weise entsteht eine Win-Win-Situation sowohl für Ältere wie für zukünftige Generationen. Was eine »Encore-Karriere« sein kann, da sind die Amerikaner ideologiefrei: Sie kann auf ehrenamtlicher Arbeit basieren, sie darf aber auch als neue Einnahmequelle im Alter dienen. Was zähle, so Marc Freedman, der Gründer und Spiritus Rector der Encore-Bewegung, sei der gesellschaftliche Nutzen. Emotionaler Höhepunkt der Konferenz war deshalb auch die Verleihung des »Purpose«-Preises an sechs herausragende Senior Social Entrepreneurs.

Die Körber-Stiftung ist mit der Encore-Bewegung und der steuernden Organisation Encore.org seit vielen Jahren eng verbunden. Im April wird Marc Freedman erneut zu Besuch sein, dieses Mal beim demografiepolitischen Mittag der Körber-Stiftung in Berlin.


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