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Engagierte Stadt
  • Die Brücke im Nimstal in Bitburg-Stahl am Abend der Hochwasserkatastrophe. Erst nach Mitternacht erreichte die Flut ihren Höhepunkt
    (Foto: Monika Dondelinger)
  • - Meldung

    Engagierte Städte für die Opfer des Hochwassers

    Es sind erschreckende Bilder, die nach dem Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Gedächtnis bleiben. Doch gleichzeitig gibt es Momentaufnahmen großer Hilfsbereitschaft und Solidarität – so auch in jenen betroffenen Kommunen, denen die Körber-Stiftung seit 2015 über das Netzwerk »Engagierte Stadt« verbunden ist.

    Die rheinland-pfälzischen Städte Trier, Koblenz, Remagen, Bitburg und die Verbandsgemeinde Daun sind Engagierte Städte und unterschiedlich stark von der Umweltkatastrophe betroffen. Gerd Becker, Koordinator der Engagierten Stadt Daun, kennt Menschen, die viel verloren haben. Auch die Infrastruktur sei zum Teil komplett zerstört, so die Eisenbahnverbindung durch die Eifel von Trier bis Köln.

    Auch Bitburg im Eifelkreis wurde von der Flut stark getroffen und muss sich großen Herausforderungen stellen: So können langfristige Schäden wie Ölflüsse auf Gewässern in der Umgebung erst in der Zukunft untersucht werden.

    Neben den Aufräumarbeiten und Instandsetzungen sind es jedoch vor allem die traumatisierenden Erlebnisse, welche die Betroffenen umtreiben. In der Verbandsgemeinde Daun hat man daher schnell gehandelt: Über die Bürgermeister nimmt der Verein »Bürger für Bürger e. V.« den Kontakt zu ihnen auf, um persönlich zu helfen. In Bitburg ist die Projektbegleiterin der Engagierten Stadt über eine zentrale Hotline der Stadtverwaltung zu erreichen. Hier wird den Menschen zugehört und, wenn möglich, Hilfe vermittelt.

    Neben diesen beiden gibt es weitere regionale Initiativen und Spendenkonten, über welche praktische Hilfen koordiniert und finanzielle Mittel gesammelt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

    Das Programmbüro der Engagierten Stadt bündelt derzeit die vielen Ideen, effektiv zu helfen. Gerd Becker, zugleich Mitglied von »Bürger für Bürger e. V.« hält das für den richtigen Weg: »Für die anderen Gebiete wollen wir nach den Aufräumarbeiten und ersten Instandsetzungen der Infrastruktur – gerne mit den Engagierten Städten – überlegen, wie wir den Betroffenen helfen können.«


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