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Der Wunsch, die unperfekte Welt besser zu machen

Mit »Die gute Tat und Ich« gab es im Rahmen des 60. Jubiläums der Körber-Stiftung eine Veranstaltung der besonderen Art: Vier Stars der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene gingen nach allen Regeln der Redekunst der Frage nach, was genau es heute heißt, eine unperfekte Welt etwas besser machen zu wollen.

Nachbarn helfen, Kleider spenden, Kröten tragen: Menschen tun Gutes und setzen sich für andere ein. Aber wie viel Eigennutz steckt womöglich hinter der Fassade selbstloser Weltverbesserung? Entstanden sind vier leidenschaftliche Plädoyers für mehr Menschlichkeit.
»Dass schon sehr wenig sehr viel ausrichten kann. Dass schon der kleinste Vorstoß, das winzigste Stück blauer Himmel, die einfachste Tat etwas bewirken kann.« (Sandra da Vina)

»Die gute Tat und Ich« – unter diesem Motto traten vier Poetinnen und Poeten zu einem lyrischen Wettkampf an, der es in sich hatte. Die von Michel Abdollahi moderierte Veranstaltung im Rahmen der Jubiläumswoche im Körber-Forum begann mit einem Feuerwerk der Worte und kein gesellschaftspolitisches Thema wurde unberührt gelassen: vor einem buntgemischten Publikum trugen Florian Hacke, Sandra Da Vina, Veronika Rieger und David Friedrich die eigens für diese Veranstaltung geschriebenen Texte vor. Was ist eine gute Tat? Genügt ein Einkauf im Biomarkt oder ein Euro im Becher eines Obdachlosen? Oder sind diese Gesten alle hinfällig, wenn wir unsere Augen vor den großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem Umgang mit dem Klimawandel, Sexismus und Rassismus verschließen?

Den Anfang machte David Friedrich. In seinem Text stellt er sich die Frage, wie selbstlos gute Taten wirklich sind oder inwieweit damit ein schlechtes Gewissen beruhigt werden soll. Florian Hacke folgte mit einem Aufruf zu mehr Solidarität mit Geflüchteten und den Seenotrettern im Mittelmeer.

An dritter Stelle setzte sich Sandra Da Vina mit der anscheinend simplen Bedeutung des kleinen Wortes »gut« auseinander und stellt fest, dass »gut« und damit die gute Tat oftmals ziemlich großartig sein kann. Die letzte Kandidatin war Veronika Rieger. In ihrem kurzen Text beschwor sie die »Magie«, die Fähigkeit eines Jeden Gutes zu tun und erinnerte die Zuschauerinnen und Zuschauer daran, dass der Weg zur eigenen guten Tat gar nicht weit ist.

Die zehnminütigen Texte regten zum Nachdenken und anschließendem Diskutieren an. So fiel es der Publikumsjury auch nicht leicht, zwei Finalisten auszuwählen. Am Ende entschied David Friedrich mit seinem Text »Solange es in dir brennt« den Wettkampf der Worte für sich. Auf unserem YouTube Kanal können Sie sich die einzelnen Beiträge in voller Länge ansehen.

Und wenn Sie neugierig geworden sind und mehr über gute Taten in Deutschlands Städten erfahren möchten, geht es hier zum Programm Engagierte Stadt.

 

Kontakt

Eva Nemela
Programmleiterin
Engagierte Stadt

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 157
E-Mail nemela@koerber-stiftung.de

Johanna Eisenhardt
Programm-Managerin
Engagierte Stadt

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 167
E-Mail eisenhardt@koerber-stiftung.de

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