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Meldung

Bergedorfer Strippe für mehr Miteinander in Zeiten von Corona

Die Körber-Stiftung startet mit der Bergedorfer Strippe ein Vermittlungsangebot von Telefonpartnerschaften für Menschen in und um Hamburg-Bergedorf. Zunächst über vier Wochen sollen durch regelmäßige Telefonate sozialer Austausch und das Miteinander gefördert werden. Interessierte können sich ab sofort telefonisch anmelden!

 

Menschliches Miteinander fördern

Teilnehmen können alle Menschen, die gern mit anderen per Telefon in Kontakt treten möchten. Das Angebot richtet sich dabei vorrangig an ältere Bergedorferinnen und Bergedorfer, die aufgrund der besonderen Gefährdung durch das Corona-Virus nur noch sehr eingeschränkt in Kontakt mit ihrer Umgebung treten sollten. Morten Jendryschik, der die Aktion seitens des Körber-Stiftung betreut, erklärt: »Wir glauben, dass es in einer herausfordernden Zeit wie jetzt umso wichtiger ist, menschliches Miteinander zu fördern und damit gegen Vereinsamung, Angst und soziale Isolation vorzugehen. Meist braucht es dafür nicht mehr als Kontakt und ein offenes Ohr sowie die Stimme von jemand anderem. Da all das auch wunderbar am Telefon funktioniert, möchten wir mit der Bergedorfer Strippe Menschen auf einfache Weise vernetzen und ins Gespräch bringen!«

Wie Sie teilnehmen können:

Interessierte – vorrangig der Generationen 50plus – können sich telefonisch auf der Mailbox der Bergedorfer Strippe mit ihrem Namen und ihrer Telefonnummer anmelden. Das Team der Körber-Stiftung ruft alle Interessierten dann zeitnah für ein Erstgespräch und ausführliche Informationen zur Bergedorfer Strippe zurück. Anschließend bildet das Team aus allen Interessierten Telefon-Tandems, basierend auf Interessen, Hobbies und persönlichen Wünschen. Die Tandems lernen sich dann in einem gemeinsamen Telefonat kennen, das die Körber-Stiftung vermittelt und begleitet.

Im Folgenden telefonieren die Tandems eigenständig, zunächst für einen Zeitraum von vier Wochen, je einmal pro Woche miteinander. Das Team der Bergedorfer Strippe nimmt nicht an den Telefonaten teil, steht allen Teilnehmenden aber jederzeit bei Fragen oder Unsicherheiten per Mail (hip@koerber-stiftung.de oder unter 040 / 72 57 02 88) zur Seite. Am Ende der vier Wochen melden sich die Mitarbeiter/innen der Körber-Stiftung wieder bei den Teilnehmenden, um gemeinsam zu besprechen, wie sich die Telefonpartnerschaft entwickelt hat.

Die Teilnahme an der Bergedorfer Strippe ist freiwillig und basiert auf dem eigenen Interesse an sozialem Austausch. Die Körber-Stiftung leistet keine Garantie dafür, dass eine Telefonpartnerschaft erfolgreich zustande kommt. Allen Teilnehmenden rät die Körber-Stiftung ausdrücklich, sich aufgrund der Corona-Pandemie nicht persönlich zu treffen, sondern nur miteinander zu telefonieren.

#FlattenTheCurve – Zum Hintergrund der Aktion

Die Corona-Pandemie hält Deutschland in Atem. Das öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen, Veranstaltungen und Gruppenaktivitäten sind auch bei der Körber-Stiftung bis einschließlich 30. April ausgesetzt.

Für das Haus im Park der Körber-Stiftung in Bergedorf mit seinem vielfältigen Kurs- und Veranstaltungsprogramm und Engagement-Angeboten stellt die Corona-Krise eine besondere Herausforderung dar. »Das Haus im Park gibt vielen älteren Menschen nicht nur die Möglichkeit sich zu bilden oder kreativ zu sein. Unsere Angebote schaffen vor allem regelmäßigen sozialen Austausch und strukturieren den Lebensalltag älterer Menschen. Da sie nun nun vorerst ausgesetzt sind, möchten wir mit der Bergedorfer Strippe Miteinander und Austausch trotz Kontaktsperre fördern. Damit dies gelingt, brauchen wir offene und zugewandte Menschen, die Anderen nicht nur helfen, indem sie zuhause bleiben, sondern zum Hörer greifen und sich gegenseitig stärken!«, so Doris Kreinhöfer, stellvertretende Leiterin des Haus im Park der Körber-Stiftung.

Die Körber-Stiftung möchte durch die Aktion die soziale Vernetzung Älterer in Bergedorf auch längerfristig stärken. Denn in einer Gesellschaft des langen Lebens steigt die Zahl Hochaltriger, für die das Risiko zu vereinsamen, ob durch Immobilität, Krankheit oder den Verlust von Partnerschaften und Freunden, stark zunimmt. Mehr zur Bedeutung von Einsamkeit im Kontext des demografischen Wandels lesen Sie hier.

Weitere Informationen zur Bergedorfer Strippe


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