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Europa darf sich nicht von Peking spalten lassen

Die großen Probleme dieser Zeit ließen sich ohne Europa und China nicht lösen, meint Thomas Paulsen, Vorstand der Körber-Stiftung, in der Süddeutschen Zeitung. Doch eine gemeinsame Chinapolitik aller 28 EU-Staaten liege in weiter Ferne.

 

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Europa seien seit der Öffnung Chinas durch Deng Xiaoping förmlich explodiert. Beide Regionen seien füreinander unverzichtbare Absatzmärkte und Investitionsstandorte. Auch bei der Regulierung der internationalen Finanzmärkte, in Bildung, Kultur oder Umweltfragen sei bereits ein Beziehungsgeflecht entstanden, meint Thomas Paulsen, Vorstand der Körber-Stiftung, in der Süddeutschen Zeitung.

Doch auf politischer Ebene bliebe die Zusammenarbeit blutleer. Darüber könnten die unzähligen, mit Kooperationsrhetorik gespickten Erklärungen nicht hinwegtäuschen. Der Druck zur politischen Zusammenarbeit werde aber wachsen, denn die großen Probleme dieser Zeit - die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, Ressourcenknappheit oder die Regulierung der Finanzmärkte - ließen sich nicht ohne Europa und China lösen. Europas Außenpolitik sei derzeit durch die Flüchtlingskrise heftigen Fliehkräften ausgesetzt. Mindestens »die großen Drei« - Deutschland, Frankreich und Großbritannien - sollten aber ihre Politik miteinander abstimmen und nicht als handelspolitische Konkurrenten auftreten und sich durch China auseinanderdividieren lassen.

Lesen die den Artikel in der Süddeutschen Zeitung


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