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»EUSTORY Next Generation Summit«: Bewerbungsverfahren gestartet

Mit einem neuen Format, dem »EUSTORY Next Generation Summit«, erweitert die Körber-Stiftung ihr Portfolio für junge Europäer im Feld der internationalen Verständigung. Der Summit richtet sich an Preisträger und Alumni aus den mehr als 20 nationalen Geschichtswettbewerben des EUSTORY Netzwerks. Die Bewerbungsplattform ist ab dem 1. Juni geöffnet.

Unter dem Titel »Re:member Europe« werden vom 6. bis 10. Oktober 2017 über 100 Europäern aus den jungen Netzwerken von Körber-Stiftung und EUSTORY vielfältige und innovative Zugänge zum Austausch über europäische Geschichte und Gegenwart geboten.

Ausgehend von aktuellen Herausforderungen wie dem Aufwind von Populisten, der Renationalisierung in vielen Gesellschaften und der Rückkehr des Krieges nach Europa möchte die Körber-Stiftung 2017 mit diesem Format in Berlin belegen, wie der Blick zurück in die Geschichte Europas auch Ausgangspunkt für grenzüberschreitende internationale Verständigung sein kann. »Wir wollen jungen Menschen eine intensive europäische Erfahrung ermöglichen, um sie nachhaltig misstrauisch zu machen gegenüber verkürzten nationalistischen Perspektiven«, sagt Katja Fausser, die die europäischen Jugendaktivitäten der Körber-Stiftung verantwortet.

Hochrangige Kooperationspartner aus Wissenschaft, Kunst, Journalismus, Kultur und Politik unterstützen die jungen Europäer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren bei ihrem Austausch darüber, wo historische Erfahrungen aus ihren Familien, ihren Wohnorten oder Herkunftsländern bis heute relevant sind und was sie als junge Europäer heute trennt oder verbindet.

Partner des EUSTORY Summits 2017 sind die polnische NGO Kultura Liberalna, die russische Menschenrechtsorganisation Memorial Moskau, der deutsch-türkisch-armenische Musiker Marc Sinan, das Haus der Europäischen Geschichte des Europaparlaments in Brüssel, das Berliner Recherchetheater vajswerk sowie der History Campus, dem jungen europäischen Blog der Körber-Stiftung zu Fragen von Geschichte und Identität in Europa.

Zusammen mit diesen Partnern bietet der EUSTORY Summit in sechs Workshops unterschiedliche Möglichkeiten, sich wissenschaftlich, journalistisch oder kreativ mit Fragen von Geschichtspolitik, dem richtigen Umgang mit dem kulturellen Erbe oder dem Missbrauch von Geschichte zu nähern und zusammen zu diskutieren, wie sie sich ganz konkret für einen kritischen und multiperspektivischen Umgang mit Geschichte einsetzen können.

Die Teilnehmer des Summits starten ihre inhaltliche Auseinandersetzung bereits im Spätsommer auf dem History Campus Portal. Für alle Gruppen werden dort geschützte virtuelle Klassenzimmer eingerichtet, damit die Workshops ihre gemeinsame Zeit in Berlin optimal für intensive Auseinandersetzungen von komplexen oder eher strittigen Fragen nutzen können.

Austragungsort für den EUSTORY Summit ist das RADIALSYSTEM V in Berlin, das sich als Kooperationspartner der Gesamtveranstaltung künstlerisch engagiert und während des Summits in seinem Haus thematisch passende Abendveranstaltungen organisiert. Die Ergebnisse des Summits werden im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung im Radialsystem am 10. Oktober 2017 öffentlich präsentiert.

Angesprochen sind Preisträger und Alumni aus den mehr als 20 nationalen Geschichtswettbewerben, die sich im EUSTORY Netzwerk zusammengeschlossen haben, und deren Partner. Ab dem 1. Juni ist die Bewerbungsplattform auf dem History Campus geöffnet. Wegen der unterschiedlichen Rhythmen der nationalen Wettbewerbe wird die Ausschreibung in mehreren Wellen bis zum Sommer durchgeführt.

Die Ausrichtung von internationalen Jugendbegegnungen für Preisträger ist seit Gründung des EUSTORY-Netzwerks im Jahr 2001 integraler Bestandteil der Arbeit der Körber-Stiftung. Zusammen mit wechselnden Partnern fanden bisher über 60 europäische History Camps in 24 Ländern Europas statt, 2016 beispielsweise in Georgien und dem Visegrád.

Weitere Informationen zum »EUSTORY Next Generation Summit« finden Sie unter www.historycampus.org/summit2017 (in englischer Sprache)


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